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Neuburg bei Wismar: Hansa-Urgestein Axel Schulz liest Grundschülern vor

Neuburg bei Wismar: Hansa-Urgestein Axel Schulz liest Grundschülern vor
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Die Schüler hatten sich gewünscht, dass er kommt, haben ihn angeschrieben und eingeladen. Und dann ist er da. Axel Schulz, Hansa-Urgestein, früherer Mittelfeldspieler, 60 Jahre alt, schlank, lächelnd, eine sympathisch-bescheidene Legende. Steht in der Schule „Am Rietberg“ in Neuburg bei Wismar, setzt sich in eine Klasse und liest Grundschülern aus dem Klassiker „Alfons Zitterbacke hat wieder Ärger“ vor.

Es ist Vorlesetag. In Neuburg und in ganz Deutschland. „Ich habe schon meinen beiden Kindern vorgelesen, jetzt lese ich meinen drei Enkeln vor“, berichtet Axel Schulz. „Ich bin mit den Geschichten von Alfons Zitterbacke aufgewachsen – und irgendwie kennt ja jeder aus seiner eigenen Kindheit bestimmte Verhaltensweisen von Erwachsenen und Situationen, die in dem unterhaltsamen Kinderbuch aufgeschrieben sind.“ Man könne sich mit Alfons Zitterbacke identifizieren, mit ihm mitfühlen und über seine Erlebnisse lachen.

Lesen macht Kinder humorvoller

Lehrerin Gesa Gläser sagt, dass das Vorlesen sowohl Vorlesern als auch Zuhörern Spaß mache. „Vorlesen regt die Fantasie an“, sagt sie. „Als Lehrerin merke ich in den Klassen sofort, wer viel liest oder wem vorgelesen wird.“ Kinder, die mit Büchern groß werden, seien wortgewandter, empathischer (können sich besser in andere hineinfühlen), könnten ausdrucksstärker reden und seien humorvoller.

In Neuburg wird in mehreren Räumen aus unterschiedlichen Büchern vorgelesen. Jeder liest aus dem Buch vor, das er selbst ausgesucht hat. Neben „Alfons Zitterbacke“ sind das zum Beispiel „Der kleine Drache Kokosnuss“ oder „Ein Sommernachtstraum“. Bürgermeister Bernd Hartwig ist gekommen, eine Mutter eines Schülers, der Rostocker Rapper Konrad Maschke alias Mac Fly oder Thomas Fehling von der Fachstelle Kulturelle Bildung MV. Die Bodypainterin Claudia Kraemer bemalt eine Schülerin, die die Gäste empfängt und in die Klassenräume führt.

Und was sagen die Schüler? Resi Thede meint: „Das macht Spaß.“ Die Achtjährige liest selbst, am liebsten „Bibi & Tina“. Auch Emil Erpen (9) liest oft. Sein Lieblingsbuch: „Die drei ???“ Ebenso wie seine beiden Mitschüler hat auch Hendrik Schmallowsky den Worten von Axel Schulz gelauscht. Er fand die Geschichten von Alfons Zitterbacke lustig. „Mein Lieblingsbuch ist aber ‚Die Schule der magischen Tiere‘“, sagt der Achtjährige.

Dann muss der ehemalige Hansaspieler Autogramme geben. Nebenbei erzählt er, dass er früher meist auf den Fahrten zu Auswärtsspielen viel gelesen habe. Er kennt alle Bücher des Autors Stephen King. „Die habe ich verschlungen“, sagt der Hanseat, der seit 1967 zum Verein gehört, wo er als Koordinator Sport immer noch aktiv ist. Infos und Nachrichten holt sich der fitte Großvater übrigens aus dem Internet: „Zeitungen lese ich online“.

Seit 16 Jahren Vorlesetag

Seit 2004gibt es den bundesweiten Vorlesetag. Er findet stets am dritten Freitag im November statt. Rund 700 000Menschen waren in diesem Jahr in ganz Deutschland dabei. Vor allem an Schulen, aber auch in Bibliotheken, Kindergärten und Buchhandlungen wurde vorgelesen. In MV unter anderem in der Sternwarte Greifswald und auf dem Königsstuhl auf der Insel Rügen.Ziel dieses Tages ist es, die positiven Effekte des Vorlesens deutlich zu machen.

Von Laura Schmidt (17) und Claudia Pust (15), Schülerinnen der Schule „Am Rietberg“ in Neuburg

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