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Grönemeyer hält Rede gegen Rechts – AfD vergleicht ihn mit Goebbels

Grönemeyer hält Rede gegen Rechts – AfD vergleicht ihn mit Goebbels
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Bei einem Konzert hat Herbert Grönemeyer dazu aufgerufen, sich für die Demokratie stark zu machen. Außenminister Heiko Maas lobt ihn für sein Engagement – während im Netz Vergleiche mit rechten Politikern gezogen werden.


Seit Jahrzehnten macht sich Herbert Grönemeyer für eine freie Gesellschaft und die Demokratie stark. Bei seinem Konzert in Wien hielt der Sänger, wie bei weiteren Konzerten seiner aktuellen Tournee „Tumult“, eine Rede gegen Rechts.

So sagte Grönemeyer: „Ich kann mich nicht erinnern, schon mal in Zeiten gelebt zu haben, die so zerbrechlich und brüchig und so dünnes Eis sind. Es muss uns klar sein, dass auch wenn Politiker schwächeln, das ist in Österreich nicht anders als in Deutschland, dann liegt es an uns, zu diktieren, wie eine Gesellschaft auszusehen hat. Und wer versucht, so eine Situation der Unsicherheit zu nutzen, für rechtes Geschwafel, für Ausgrenzung, Rassismus und Hetze – der ist fehl am Platze.“ Danach rief der Sänger dazu auf, „keinen Millimeter nach Rechts“ zu rücken.

Für sein politisches Engagement bekam Grönemeyer dafür auf Twitterprominente Unterstützung von Außenminister Heiko Maas. „Es liegt an uns, für eine freie Gesellschaft einzutreten und die Demokratie gemeinsam zu verteidigen“, schrieb der SPD-Politiker. „Danke an Herbert #Groenemeyer und allen anderen, die das jeden Tag tun.“

Vor allem auf Twitter wurde daraufhin viel diskutiert. Nicht nur über Grönemeyers Wortwahl des „Diktierens“ und Vergleiche mit Joseph Goebbels Rede im Sportpalast. Auch der lobende Tweet des Außenminister war Inhalt zahlreicher Meinungsäußerungen im Netz.

So kommentiere beispielsweise Beatrix von Storch, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD: „Der Außenminister will wie ausdrücklich Grönemeyer die Diktatur. Das ist die furchterregendste, übelste, totalitärste Hassrede, die ich je gehört habe.“

Comedian Shahak Shapira mischte sich in die Debatte ein, schrieb: „Vergleichen Leute jetzt Grönemeyer mit Goebbels, nur weil er eine Rede in ähnlicher Lautstärke gehalten hat? Mein Föhn ist ungefähr so laut wie eine Kettensäge und ich bekomme trotzdem unterschiedliche Ergebnisse, wenn ich sie mir an den Kopf halte.“

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RND/dpa/lob


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