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Kinokritik zu “Downton Abbey”: Tafelsilber auf Hochglanz

Kinokritik zu “Downton Abbey”: Tafelsilber auf Hochglanz
Foto: Jaap Buitendijk/Focus Features/dpa

Der Film zur Serie: „Downton Abbey“ (Kinostart: 19. September) dürfte die Fans der Adelsfamilie Crawley erfreuen – schon wegen des herzzerreißenden Abschiedsmonologs, der Maggie Smith als Großmutter Violet zugestanden wird.


Über sechs Staffeln verfolgten die Fans von „Downton Abbey“ das Schicksal der englischen Adelsfamilie Crawley und ihrer Bediensteten. Die Serie überzeugte durch differenzierte Figuren, ausgeklügelten Plot und verschwenderische Ausstattung. Grundidee und Drehbuch stammten von Julian Fellows, der schon in Robert Altmans „Gosford Park“ (2001) die Dynamik zwischen Herrschaft und Bediensteten untersucht hatte.

Drei Jahre nach dem Ende der letzten Staffel legt man nun für die zahlungswilligen Fans einen Kinofilm nach. Natürlich muss auf der Leinwand alles ein wenig prunkvoller ausfallen. Kein Geringerer als König Georg V. kündigt samt Gemahlin Mary seinen Besuch in Downton Abbey an. Während Lord Grantham (Hugh Bonneville) der Ehre aristokratisch-gelassen entgegensieht und Tochter Mary (Michelle Dockery) die Eventorganisation überlässt, versetzt die Nachricht vom hohen Besuch die Diener um Butler Charles Carson (Jim Carter) in helle Aufregung. Sie müssen schließlich das Tafelsilber auf Hochglanz bringen.

Abschiedsmonolog in „Downton Abbey“ für Maggie Smith

Wie schon in der Serie werden viele Nebenstränge eingeflochten. Hausdiener Thomas (Rob James-Collier) darf sein schwules Coming-Out ausleben. Ein zwielichtiger Geselle droht mit einem Attentat auf den Monarchen. Vor allem aber überzeugt der Film durch seine Zuneigungsbekundungen zu den Charakteren. Der 84-jährigen Maggie Smith als Großmutter Violet widmet der Kinofilm einen herzzerreißenden Abschiedsmonolog, der bei Serienfans die Tränen kullern lassen dürfte.

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Von Martin Schwickert/RND


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