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Eine Minute Biologie mit der OZ: „Suppenkoma“

Eine Minute Biologie mit der OZ: „Suppenkoma“
Foto: Fotolia

Nach einer Mahlzeit kommt oft die Müdigkeit. Doch warum? Und was hilft gegen die plötzliche Schlaffheit?

Ein voller Bauch studiert nicht gern, wussten schon die alten Römer, die das melodiöser fassten: Plenus venter non studet libenter. Aber egal, in welcher Sprache deklamiert wird: Warum sind viele nach einem ordentlichen Mahl eher schlaff und müde als gestärkt und frisch? „Der Körper muss das Essen im Magen und Darm verdauen, weshalb die dafür notwendige Menge Blut aus anderen Organen in den Bauchraum transportiert wird“, sagt Darleen Domsgen, Studentin für Biologie und Englisch an der Universität Rostock. Das bedeute aber leider auch, dass mit dem Blut auch der Sauerstoff eher im Bauch anzutreffen ist als im Gehirn. „Das bedeutet dann: Wir werden müde“, so die 22-jährige angehende Lehrerin.

„Während der Verdauung werden aus der Nahrung Aminosäuren freigesetzt, die Müdigkeit bewirken.“ Zum Beispiel Serotonin, das außerdem mitverantwortlich für die Peristaltik des Darms ist, also für die Kontraktion und Entspannung des Darms. „Serotonin wird in hoher Dosierung auch als Schlafmittel eingesetzt.“

Darleen Domsgen, Biologie-Studentin an der Universität Rostock

Darleen Domsgen, Biologie-Studentin an der Universität Rostock Quelle: privat

Voller, aber auch leerer Magen ist ein Problem

Um nicht in das sogenannte Suppenkoma nach einer Mahlzeit zu fallen, ist es am besten, Sauerstoff ins Gehirn zu bringen. „Das funktioniert gut, wenn man den Kreislauf und den Stoffwechsel antreibt“, sagt Darleen Domsgen. Gut sei es, sich an frischer Luft zu bewegen. Ebenso könne man beispielsweise Treppen hochlaufen, statt den Fahrstuhl zu bemühen.

Um dem „Koma“ zu entkommen, ist nichts essen aber keine Lösung. „Ein leerer Magen reduziert nämlich die Konzentrationsfähigkeit.“ Die Bio-Studentin empfiehlt deshalb leichte statt herzhafte Kost.

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Von Klaus Amberger

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