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Dystopische US-Miniserie: In „DMZ” bricht ein zweiter Bürgerkieg aus

Dystopische US-Miniserie: In „DMZ” bricht ein zweiter Bürgerkieg aus
Foto: Richard DuCree/HBO MAX

In „DMZ”, einer neuen Sci-Fi-Serie, kämpft Schauspielerin Rosario Dawson für Familie und Freiheit – denn in den USA ist ein erneuter Bürgerkrieg ausgebrochen.


Was würde passieren, wenn eine Weltnation durch einen Bürgerkrieg auseinanderdriftet? Die Folge: Zwei Fronten und eine demilitarisierte Zone (DMZ), in der es keine Gesetzte mehr gibt. Genau dieses Szenario ist namensgebend für die vierteilige Miniserie „DMZ” von HBO Max, welche wöchentlich am Mittwoch bei Sky erscheint.

Gefährliche Rückkehr

Der Plot: Nach erbitterten Kämpfen zwischen Rebellen und der Regierung um die Stadt New York ist ganz Manhattan zur demilitarisierten Zone erklärt worden. 300.000 Menschen leben noch immer in diesem größtenteils in Trümmern liegenden Gebiet, in dem allein das Gesetz des Stärkeren gilt. Auch die Hauptfigur, eine Sanitäterin namens Alma Ortega (Rosario Dawson), ist von dort bei Ausbruch des Krieges geflohen – und wurde dabei von ihrem Sohn getrennt.

Die Mutter arbeitet nun im benachbarten Bezirk Brooklyn als Notärztin, hat aber nur ein Ziel: Um jeden Preis in die gefährliche Zone zurückzukehren und ihren Sohn wiederzufinden, der irgendwo zwischen Warlords, Gangs und Milizen versteckt ist. Die Geschichte basiert dabei auf der beliebten, gleichnamigen Comicbuchreihe von Brian Wood und Riccardo Burchielli, die zwischen 2005 und 2012 erschienen ist – trifft aber angesichts aktueller Geschehnisse den Zeitgeist. So kündigte HBO die Dreharbeiten zur Miniserie Anfang 2020 an, wie Variety berichtet. Am 6. Januar 2021 stürzten Anhänger des damaligen Präsidenten Donald Trump das Kapitol in Washington DC. Damit rückte das, was mal Science-Fiction war, bedrohlich dicht an unsere Gegenwart heran.

Überladene Inszenierung bei DMZ

Die Leistung von Schauspielerin Rosario Dawson wird von vielen Kritikern gelobt. Zuletzt war sie in den Serien „Das Buch von Boba Fett” als Ashoka Tano und in „Dopesick” als Bridget Meyer zu sehen. In der Rolle der Alma zeigt die 43-Jährige sowohl eine Bandbreite an Emotionen als auch vollen Körpereinsatz.

Die erste Folge ist spannend aufbereitet und führt das Publikum in eine Welt ein, die viel erzählerisches Potential bietet. Trotzdem fühlt sich die Inszenierung überladen an: Es fehlt der HBO-Produktion an Originalität, die schauspielerischen Leistungen können alleine nicht überzeugen.

Von Cara Kreth


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