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„Dive“: So gut klingt das neue Album von Itchy

„Dive“: So gut klingt das neue Album von Itchy
Foto: Diana Mühlberger

Die Punkrocker von Itchy melden sich mit englischen Texten zurück. Ihr bereits neuntes Album „Dive“ ist eine Glanzleistung, meint MADS-Autorin Chantal.


Die Musiker der deutschen Pop-Punk-Band Itchy kehren zurück zu ihren Wurzeln. 2020 veröffentlichten sie mit „Ja als ob“ noch ein komplett deutschsprachiges Album – was ihnen ebenfalls sehr gut gelang -, jetzt singen sie wieder auf Englisch. „Dive“ heißt ihre neunte Platte, und die Punkrocker beweisen wieder einmal, dass sie seit mehr als 20 Jahren genau richtig in ihrem Business aufgehoben sind.

Zwölf Songs in knapp 39 Minuten liefern die Musiker, die bis 2017 unter dem Namen Itchy Poopzkid bekannt waren. Schon der erste Track „Prison Light“, der im Januar als Vorab-Single erschienen war, ist ein echtes Highlight. Das Tempo der Songs direkt zu Anfang so weit hochzudrehen, ist deutscher Pop-Punk in seiner Definition – live sicherlich ein Banger.

„Thoughts & Prayers“ schaltet einen Gang zurück, ohne dabei langweilig zu werden. Für „Burn the Whole Thing Down“ holt sich die Band den Musiker Justin Sane der US-amerikanischen Punkband Anti-Flag ins Studio. Der verleiht dem Ganzen mehr Punk als Pop, wobei Itchy mit melodischer Stimme hervorragend gegenwirken kann, sodass ein harmonisches Zusammenspiel entsteht.

Eine Art Ballade liefert die Gruppe mit „I’m Alright“. Mit „Come Join Us“ hätte Itchy kein besserer Abschluss des Albums gelingen können. Textlich zieht die Band konsequent durch: gegen rechts, antikapitalistisch, allgemein gesellschaftskritisch und in Auseinandersetzung mit den eigenen Emotionen.

Itchy: Abwechslungsreich mit Wiedererkennungswert

Trotz ihres unverkennbaren Sounds, der zugegebenermaßen hier und da auch mal nach den Donots klingt, schafft Itchy ein abwechslungsreiches Werk, das es in sich hat. Die Musiker beherrschen die Regeln des Pop-Punk, von Weiterentwicklung und Neuerfindung verstehen die Männer eine Menge, bleiben sich dabei aber auch noch selbst treu. „Dive“ ist eine echte Glanzleistung.

Im Herbst geht die Band mit ihrem neuen Album auf Tour, und seit April hat sie den eigenen Podcast „Deep Dive“.

Von Chantal Moll


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