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Komische Weihnachtstraditionen aus der Welt

Komische Weihnachtstraditionen aus der Welt

Bockwurst mit Kartoffelsalat, Christstollen und am ersten Weihnachtstag das obligatorische Gansessen. So ungefähr schaut die deutsche Klischee-Tradition zum Weihnachtsfest aus. In Ländern wie Spanien, Japan, den USA, Venezuela oder Norwegen feiert man Weihnachten aber etwas anders.


Holz, Kot und Geschenke in Katalonien

„Tío Nadal“ heißt eine Weihnachtstradition in Katalonien. Dort schmücken Familien üblicherweise einen Baumstamm. Er bekommt zwei Beine aus Holz, ein lachendes Gesicht und eine rote Mütze. Die Kinder stellen ihm vom 8. Dezember bis Weihnachten Obst und Brot hin. Er wird sogar jeden Abend mit einer Decke zugedeckt, damit er sich nicht erkältet. Das klingt erst einmal sehr süß oder? Aber das dicke Ende kommt noch.

An Weihnachten verstecken die Erwachsenen kleine Geschenke und Schokolade unter der Decke. Den Kindern wird erzählt, dass das das große Geschäft des Baumstamms ist. Bevor sie die Decke abziehen, singen alle gemeinsam Lieder wie „caga tío“ (caga = kacken und tío = Klotz). Und dann? Dann schlagen sie den Stamm in kleine Stücke. Ui.

USA und UK: Saure Gurken im Baum

In den Vereinigten Staaten und auch im Vereinigten Königreich hängt man eine ganz spezielle Weihnachtskugel in den Baum: Eine grüne Gewürzgurke. Wegen der grünen Farbe der Gurke und des Baumes sieht man sie kaum. Wer dann als erstes die Gurke findet, bekommt ein extra Geschenk. Besonders verrückt ist aber, dass diese Tradition in den USA und England als deutsche Tradition gilt. Angeblich hängen die Deutschen eine Gurke in den Baum. Das Kind, das am Weihnachtsmorgen bei der Bescherung die Gurke findet, bekommt vom Nikolaus ein Geschenk. Schade nur, dass die meisten Kinder in Deutschland an Heiligabend beschenkt werden und der Nikolaus am 6. Dezember kommt.

Norweger haben Angst um ihre Besen

Bevor der Weihnachtsbesuch kommt, noch einmal gründlich die Wohnung putzen? Nicht in Norwegen. Zumindest in einigen Familien hat sich ein alter Brauch und Aberglaube gehalten: Besen und Mopp werden am Weihnachtsmorgen versteckt. Früher glaubte man, dass böse Geister und hexen an Weihnachten auf die Erde kommen, um Putzutensilien zu stehlen und auf ihnen zu reiten.

Caracas: Mit Rollerskates zur Messe

Zu Fuß zur Kirche gehen? Langweilig. Die Menschen aus Caracas fahren nicht zur Weihnachtsmesse, sie laufen auf Rollschuhen. An Weihnachten wird sogar ein Teil der Stadt gesperrt, damit jeder sicher zur Kirche kommt. Woher diese Tradition kommt, ist nicht bekannt – durchgesetzt hat sie sich trotzdem. Ganz schön sportlich.

Feierliches Fastfood? Japan und die frittierten Hühner

Jaja, in Japan feiert man Weihnachten nicht so wirklich. Aber eine Tradition ist doch entstanden. Sie hat mit Essen zu tun. Doch es geht nicht um Schmalzkuchen, Gans oder Kartoffelsalat. Nein, die Japaner pilgern zum Fest in Massen in die Hühnerbraterei von KFC (Kentucky Fried Chicken). Diese sonderbare Tradition entstand übrigens aus einer Marketingkampagne. KFC hatte in den 1970er Jahren das Fastfood als Weihnachtsessen verkauft. Und hatte damit Erfolg. Na dann, frohe Weihnachten!

Die isländische Weihnachtskatze

Klingt erstmal ganz süß: An Weihnachten kommt in Island die Weihnachtskatze – jedenfalls wenn man abergläubisch ist. Die Weihnachtskatze mag gerne Kinder. Und zwar fressen. Die riesengroße, böse und mottenzerfressene Katze – auf isländisch heißt sie übrigens Jólakötturinn – streunert während und nach dem Fest durch die Gegend und sucht nach Kindern, die keine Kleidung zu Weihnachten bekommen haben.

Die schmecken wohl am besten. Deshalb bekommt auch heute noch jedes Kind (und eigentlich auch jeder Erwachsene) zu Weihnachten ein Kleidungsstück zum Fest. Die Weihnachtskatze ist so berühmt, dass sie nicht nur ein eigenes Lied hat, sondern die bekannte Sängerin Björk das Lied mal gecovert hat. Richtig weihnachtlich.

Von Josefine Vollmer und Tomma Petersen


Über den Autor/die Autorin:

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