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Coronavirus: Welche Orte du momentan eher meiden solltest

Coronavirus: Welche Orte du momentan eher meiden solltest
Foto: https://unsplash.com/@daveyjay

Viele Bundesländer sind mittlerweile der Empfehlung gefolgt, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen. Aber auch bei kleineren Events kann die Ansteckungsgefahr hoch sein. Wir zeigen euch, wo ihr besonders vorsichtig sein solltet – und wie ihr eure Mitmenschen schützen könnt.


Das Coronavirus breitet sich nach und nach auch in Deutschland aus. Um einen flächendeckenden Ausbruch zu vermeiden und weiterhin die Infektionsketten nachvollziehen zu können, finden in vielen Bundesländern keine Großveranstaltungen mehr statt. Betroffen sind vor allem Konzerte und Sport-Events. Aber was ist mit Kino- und Restaurantbesuchen? Und kann ich noch guten Gewissens am Wochenende in den Club gehen?

Die offizielle Obergrenze von 1000 Besuchern ist zunächst nur ein rein verwaltungstechnischer Grenzwert, der es erleichtern soll, anhand konkreter Kriterien über eine Absage zu entscheiden. Aus medizinischer Sicht heißt das, dass bei kleineren Events die Ansteckungsgefahr nicht unbedingt geringer sein muss. Denn neben der Größe spielen auch andere Faktoren bei der Risikoeinschätzung eine Rolle.

„Ein Abstand von etwa 1,5 Metern kann die Ansteckungsgefahr bereits signifikant reduzieren“

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wird das Virus vor allem durch Tröpfcheninfektion – das heißt durch Husten und Niesen – übertragen. Daher ist vor allem sehr enger Kontakt mit potentiell Infizierten gefährlich. Gleichzeitig heißt das aber auch: Kleine Distanzen reichen bereits aus, um das Infektionsrisiko zu senken. „Ein Abstand von etwa 1,5 Metern kann die Ansteckungsgefahr bereits signifikant reduzieren“, heißt es beispielsweise vom Gesundheitsministerium des Landes Niedersachsen.

Demzufolge stellen Restaurants ein eher geringes Risiko dar. Anders sieht es bei Kinos und Discos aus. Da der Abstand zu anderen Menschen im Club tendenziell eher wenige Zentimeter beträgt, ist hier die Ansteckungsgefahr besonders hoch. Ähnliches gilt für den öffentlichen Nahverkehr – vor allem in der Rushhour.

Allerdings spielen auch andere Faktoren als die körperliche Nähe eine wichtige Rolle für die Risikobewertung einer Veranstaltung. Das RKI nennt hier vor allem die konkreten Räumlichkeiten und die Zusammensetzung der Gäste. Besonders gefährdet seien Indoor-Events mit schlechter Durchlüftung (da wären wieder die Clubs und Kinos) – und mit internationalen Gästen aus Risikogebieten.

Alles in allem muss in der aktuellen Lage jeder selber wissen, welchen Gefahren er sich – vor allem aber seine Mitmenschen – aussetzen möchte. In vielen Fällen bleibt das Virus gerade bei jüngeren Menschen unentdeckt. Dennoch können sich andere leicht bei ihnen anstecken. Durch bewusstes und umsichtiges Handeln schützt du also nicht nur dich, sondern auch andere, besonders Risikogruppen.

#StayTheFuckHome veröffentlicht Verhaltenskodex

Vor diesem Hintergrund ruft die Bewegung unter #StayTheFuckHome jeden dazu auf, sich so weit es geht von Menschenansammlungen fernzuhalten. In ihrem „Verhaltenskodex“ gehen sie sogar noch weiter: Jeder sollte seine eigene Wohnung nur noch im Notfall verlassen und den direkten sozialen Kontakt weitestgehend durch Anrufe und Video-Chats ersetzen. Nur so könne eine schnelle Verbreitung verhindert werden, da die Maßnahmen durch die nationalen Regierungen weltweit offensichtlich nicht zur Eindämmung ausreichen würden.

Zugegebenermaßen sind diese drastischen Forderungen für viele nicht umsetzbar – schließlich zwingen einen allein die Schule, die Uni oder der Job gegebenenfalls jeden Tag auf die Straße. Dennoch kann jeder dazu beitragen, dass die Gefahr eines flächendeckenden Ausbruchs minimiert wird. Jeder sollte sich fragen, ob es Samstag wirklich unbedingt in den Club oder Sonntag ins Kino gehen muss.

Und unter der Woche? Das Wetter wird ohnehin immer frühlingshafter – vielleicht holst du die nächsten Wochen schonmal das Rad aus dem Keller und verzichtest zumindest auf die tägliche Busfahrt. Es wird nicht nur dich selber schützen.

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Von Tim Schnelle


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