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„Der gelbe Vogel“ von Schülern aus Wismar gelesen

„Der gelbe Vogel“ von Schülern aus Wismar gelesen
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Der Jugendroman „Der gelbe Vogel“ von Myron Levoy handelt von dem geflüchteten französischen jüdischen Mädchen Naomi in New York, das versucht, den Tod ihres Vaters, der während des Zweiten Weltkrieges von Nazis vor ihren Augen erschlagenen wurde, zu verarbeiten. Und das Buch erzählt von Alan, einem 12-jährigen jüdischen Jungen. Beide begegnen sich in dem Haus, in dem sie leben. Naomi ist traumatisiert und Alan hält sie zunächst für verrückt. Nach ein paar Wochen, in denen er sich um die 12-Jährige kümmern soll, werden sie sich sympathisch. Doch die Gelöstheit des einst verschlossenen Mädchens wird durch eine Prügelei von Alan mit einem anderen Jungen zerstört, weil sie durch das Blut an den brutalen Tod ihres Vaters erinnert wird. Schließlich kommt sie in eine Psychiatrie.

Schüler aus der 8. Klasse vom Gerhart-Hauptmann-Gymnasium in Wismar haben das Buch gelesen und rezensiert:

Melissa Baumtrog (14) und Jonas Tepper (13): Wir finden, das Buch ist sehr schön geschrieben, da man sich gut in die Personen hineinversetzen kann. Allerdings ist der Titel nicht passend, weil er fast nichts mit dem Inhalt, bis auf eine Stelle, zu tun hat. Der Originaltitel ist besser: „Alan and Naomi“. Das Buch ist nicht für Kinder unter zwölf Jahren geeignet, da man dem Geschehen nicht so leicht folgen kann.

Maja Schulze (13) und Lena Behmel (13): Das Buch ist recht schön, weil es realitätsnah erzählt und zeigt, was man durch Freundschaft erreichen kann. Dennoch sind wir mit dem Ende nicht zufrieden, da es uns wie eine Wiederholung des Anfangs vorkam. Besser wäre es auch gewesen, die Geschichte aus mehreren Perspektiven zu erzählen, nicht nur aus Alans. Das ist zu eintönig. Für unter 12-Jährige ist dieses Buch noch nicht verständlich. Wir empfehlen es älteren Leuten auch nicht, da es uns zu langweilig vorkam.

Nina Malow (13) und Ron Leske (13): Wir finden das Buch nicht so gut. So ist es aber bei allen Büchern, die wir in der Schule lesen. Schwierig ist es, sich in den Charakter von Naomi hineinzuversetzen, weil nur Alan seine Sicht wiedergibt. Außerdem ist das Buch nicht für unser Alter geeignet, da wir uns nicht in diese Zeit hineindenken können. Ansonsten ist das Buch gar nicht so schlecht. Die Kapitel sind leicht zu lesen, wobei es zwischendurch ein bisschen monoton wird. Der Schreibstil ist sehr gut. Unser Fazit: Das Buch ist für ältere Personen, die den Zweiten Weltkrieg noch erlebt haben, geeignet oder für Jüngere ab zwölf Jahren.

Myron Levoy, Der gelbe Vogel, dtv Verlag, 192 Seiten, 8,95 Euro

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