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„Zorn & Liebe“ von Provinz: Zwischen Stillstand und Melancholie

„Zorn & Liebe“ von Provinz: Zwischen Stillstand und Melancholie
Foto: Warner Music

Herzschmerz, Jugendsünden und ganz viel Schwere: Auf ihrem zweiten Album „Zorn & Liebe“ verarbeiten Provinz die Gedanken und Gefühle junger Menschen zwischen melancholischen Balladen und poppigen Refrains.


Zorn und Liebe: Diese beiden Emotionen haben es der Indiepop-Band Provinz angetan. Bereits im Februar veröffentlichten die vier Musiker gemeinsam mit Nina Chuba ihre Single „Zorn & Liebe“. Nun haben sie all die Gefühle zwischen diesen beiden Polen, zwischen Wut und Liebesglück, in ein ganzes Album gegossen. „Zorn & Liebe“ ist das zweite Album der Band aus dem oberschwäbischen Vogt.

Provinz: Stillstand und Schmerz

Die 15 Lieder fangen die Gefühle und Gedanken junger Menschen in ihren Zwanzigern ein und zeigen wieder einmal, wie übergreifend manche Erfahrungen doch sind. Die vier Jungs schweben zwischen Gedanken an die Jungend („Unsere Bank“), Liebeskummer, Corona-Zeiten und Sehnsucht – und die damit verbundene mentale Gesundheit. Auch fallen diesmal Namen: Mit „Sara“ sehnen sich die Jungs nach der Zukunft, und „Aylin“ erinnert an vergangene Nachte zwischen junger Liebe und Gedankenlosigkeit: „Und schauen den Vögeln beim Fliegen zu/ Wir sind so naiv/ Tritt die Kippen aus, fang’n an zu denken/ „Wir sind nicht wiе die“.“

Neue Soundelemente und heimliches Gesangstalent

Während Texte und Themen vertraut erscheinen, probiert sich die Band musikalisch mehr aus. Mit einigen Synth-Elementen, die bereites aus der vorab veröffentlichten Single „Spring“ rauszuhören waren, sowie E-Gitarren und sommerlichen Urlaubs-Vibes in „Sara“ bringt Provinz Abwechslung in die Geschichten von früher. Gänzlich neu erfunden haben die Jungs ihren Sound aber nicht, melancholischer Vibe und laute Hooks bleiben das Grundgerüst der meisten Songs.

Dazu haben sie neben Nina Chuba auch Casper und Danger Dan als Features gewinnen können. Und noch eine ganz neue Stimme ist zu hören, und zwar auf „Robin Skit“. Denn das gefühlvolle Lied über die Erfahrungen als Scheidungskind singt Keyboarder Robin: „Nein, ich, ich weiß nicht, was du meinst/ Wieso ist es besser für euch beide?/ Habt ihr nicht nachgedacht?/ Schau, was es mit euch macht.“


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Über den Autor/die Autorin:

Ella Rinke

Ella (21) studiert Medien und Kommunikation. Neben Kunst interessiert sie sich für Musik, die sie bei MADS rezensiert. Dazu schreibt sie über alles, was gerade so passiert.

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