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Wohnung zu klein, Sammlung zu groß: Mann eröffnet Star-Wars-Museum an der Ostsee

Wohnung zu klein, Sammlung zu groß: Mann eröffnet Star-Wars-Museum an der Ostsee
Foto:  Jens Büttner/dpa

Paul Langrock wurde sein Wohnung zu klein, um alle Exponate aus seine Lieblings-Science-Fiction-Serie aufstellen zu können. Daraufhin hat er sich daran gemacht, ein Museum aufzubauen. Das steht nun kurz vor der Eröffnung und beeindruckt durch die vielen Ausstellungsstücke.


Eine spacige Alternative zum Strand erwartet Urlauber in diesem Sommer an der mecklenburgischen Ostseeküste nahe Lübeck: Das futuristische Star-Wars-Raumschiff „Tantive IV“ ist am Rand der Kleinstadt Dassow (Landkreis Nordwestmecklenburg) gelandet. Das könnte jedenfalls meinen, wer das Museum „Outpost One“ des Rechtsanwalts und bekennenden Star-Wars-Fan Marc Langrock (49) betritt. Der Weg in die 1300 Quadratmeter große Ausstellung führt durch den exakt nachgebauten weiß lackierten Gang von „Tantive IV“.

Und schon ist der Besucher eingetaucht in die Welt der Star-Wars-Filme der originalen Trilogie IV bis VI. Hier der legendäre Roboter R2-D2, dort das riesige Dewback, auf dem Stormtrooper durch die Wüste des Planeten Tatooine reiten, oder dort der fette Fiesling Jabba the Hutt.PlayNext playlist itemMuteCurrent Time 0:00/Duration 1:41Loaded: 9.94% Quality LevelsFullscreenDas «Star Wars»-Imperium von Dassow

Nachgestellte Szenen

Mit Kenntnisreichtum, viel Liebe zum Detail, Perfektionismus und sicher einer Menge Geld – über Zahlen mag Langrock nicht gern reden – haben Langrock und seine Mitstreiter eine gigantische Star-Wars-Welt erschaffen. Der Besucher wandelt durch 29 nachgebaute Set-Szenen der Kultfilmserie. Geschulte Führer sollen die Besuchergruppen begleiten, Unkundigen die Story erzählen und dafür sorgen, dass trotz nicht vorhandener Absperrungen alles heil bleibt. Eine bis eineinhalb Stunden soll der Rundgang dauern.

Meister Yoda in Dassow

Die Haupthelden der Star-Wars-Filme, Luke Skywalker, das behaarte Wesen Chewbacca vom Planeten Kashyyyk und dessen Freund, der Schmuggler Han Solo, sind schon vor Längerem in Dassow angekommen. Seit Anfang 2018 arbeiten Langrock und sein Projektleiter Oliver Kolb an dem Vorhaben. Die Figuren wirken erstaunlich lebensecht in ihren Umgebungen, von der Eiswelt des Planeten Hoth bis zum Planeten Dagobah, wo Meister Yoda weise aus nebligem Sumpf schaut.

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Derzeit wird der 1.300 Quadratmeter wird es in Kürze ein Star Wars-Museum geben. In Dassow haben Fans dieses gebaut und eingerichtet.

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Exponate von Fans aus aller Welt

„Die Köpfe und Hände der Figuren sind das Wichtigste, damit sie lebensecht wirken“, erklärt Langrock. „Wir haben sie aus Silikon von Künstlern unter anderem in den USA anfertigen lassen.“ Die Frisur von Han Solo – unverkennbar Harrison Ford – wurde aus Echthaar gestylt.

Für sein „Outpost One“-Museum hat Langrock Exponate zusammengetragen, die größtenteils von Fans in aller Welt gebaut wurden. Das riesige Wüstenreittier Bantha etwa, das wie ein zottliges Mammut mit Widder­hörnern aussieht, kam von einer Fan-Gruppe aus Belgien und wurde in einer Wüstenlandschaft aus eingefärbtem und gerautem Beton aufgebaut.

Im Einfamilienhaus fing alles an

Eine Replik des Roboters R2-D2 hat Langrock selbst gebaut. Sie zog – wie vieles andere auch – von seinem Einfamilienhaus im nahen Pötenitz nach Dassow um. „Das Haus platzte aus allen Nähten“, sagt seine Frau Kirstin (45). Sie wirkt froh über das Museum, obwohl auch sie bekennender Star-Wars-Fan ist. Für Langrock handelt es sich übrigens nicht einfach nur um eine Filmserie, sondern um eine „Weltraum-Oper“. Den Mega­erfolg erklärt er sich damit, dass ein ewiger Mythos in modernem Setting erzählt wird.

Bereicherung für die Region

Der Landestourimusverband begrüßt Langrocks Initiative. Sie bereichere das Angebot in der Region um ein neues, überraschendes Detail, sagte Vize-Verbandsgeschäftsführer Tobias Woitendorf. „Das Museum wird ohne Frage ein Anziehungspunkt nicht nur für eingefleischte Fans, sondern auch für Urlaubsgäste werden“, ist er überzeugt. Erfahrungsgemäß sei das Interesse an solchen Angeboten groß, so Woitendorf weiter. Dies zeige nicht zuletzt die Nachfrage an Nosferatu- oder SOKO-Wismar-Touren im nahegelegenen Wismar.

Von Iris Leithold/dpa/RND


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