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Wie funktionieren QR-Codes?

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Foto: Unsplash/Mitya Ivanov

Die schwarz-weißen Labyrinthe sind überall: QR-Codes finden wir etwa auf Flyern und E-Tickets. Per Smartphone gescannt, geben sie ihre Informationen preis. Wie funktioniert das?


Das Plakat an der Bushaltestelle, das E-Ticket fürs nächste Konzert, das Marmeladenglas auf dem Frühstückstisch: Auf ihnen allen prangt ein QR-Code. Die kleinen, quadratischen Muster aus schwarzen und weißen Kästchen können wir per Smartphone scannen und werden dann automatisch weitergeleitet, auf eine Webseite oder zu einem Gewinnspiel. Auf E-Tickets dienen die Codes als Zugangskontrolle.

Vom Prinzip her ähneln die QR-Codes den Strich- oder auch Barcodes, die der Kassierer an der Supermarktkasse scannt. Beide Codes speichern Informationen, die beim Scannen ausgelesen werden. Doch Barcodes können nur etwa 20 Zeichen speichern – QR-Codes dagegen über 7000. Das ist mehr als eine A4-Seite voll mit Text in der Schriftart Arial, Schriftgröße 11.

QR-Codes speichern in 2D

Grund für die größere Kapazität ist die Art der Speicherung. In Barcodes werden Informationen nur eindimensional codiert, durch die Breite der Striche und ihrer Abstände zueinander. Ein QR-Code dagegen speichert Informationen zweidimensional: waagerecht und senkrecht. Je mehr Inhalt, desto größer wird der QR-Code. Die kleinste Version besteht aus 21 mal 21 Kästchen, die größte aus 177 mal 177.

Ein weiterer Unterschied zum klassischen Barcode steckt im Namen: QR steht für „Quick Response“, also schnelle Antwort. Denn ein QR-Code lässt sich im Vergleich zu anderen Codes sehr schnell und einfach auslesen. Dafür sorgen die Positionsmarken, die drei größeren Quadrate in den Ecken des Codes. An denen kann sich etwa der Scanner auf unserem Smartphone orientieren und den Code so aus jeder Richtung lesen.

Lesbar trotz Dreck und Beschädigung

QR-Codes haben außerdem eine eingebaute Fehlerkorrektur. Damit können bis zu 30 Prozent des Codes durch Schmutz oder Zerstörung unlesbar sein – der Gesamtcode bleibt trotzdem lesbar. Dafür sorgt ein zusätzlicher Code, der mit den eigentlichen Informationen in den QR-Code integriert wird. Er kann verloren gegangene Informationen wiederherstellen. Da der extra-Code Platz braucht, passt so weniger Information in den QR-Code.

Entwickelt und 1994 erstmals veröffentlicht wurden QR-Codes von der japanischen Firma Denso Wave. Anfangs wurden die Codes vor allem in der Industrie und Logistik eingesetzt, da sie maschinenlesbar waren, viel Information auf wenig Platz speichern konnten und auch noch funktionierten, wenn sie teilweise dreckig oder kaputt waren. Richtig bekannt wurden QR-Codes erst, als Smartphones und Apps zum Lesen der Codes populärer wurden.

QR-Codes einfach selber machen

Wir können QR-Codes sogar einfach selbst erstellen, da sie frei nutzbar sind. Webseiten und Apps dafür gibt es zuhauf. Dort können wir einen Text eingeben, etwa die URL einer Webseite, die codiert werden soll. Dann können wir entscheiden, ob unser Code farbig sein soll und ob er zum Beispiel ein Bild in der Mitte haben soll. Am Ende können wir den fertigen Code herunterladen und ausdrucken oder anders verwenden.

Dabei müssen wir bedenken, dass ein QR-Code von jedem ausgelesen werden kann. Wir müssen uns also gut überlegen, was wir codieren. Auch bei der Wahl einer QR-Scannerapp sollten wir aufpassen. Einige Apps leiten uns direkt zum Inhalt des Codes weiter – so können wir auf Phishing-Webseiten gelangen oder Viren auf unser Smartphone laden. Besser ist es daher, eine App zu wählen, die zuerst eine Vorschau der Seite öffnet.


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Über den Autor/die Autorin:

Greta Friedrich

Greta (22) studiert Technische Redaktion in Hannover. Da lernt sie, Anleitungen zu schreiben – also Technikkram verständlich zu erklären. Das lebt sie auch hier aus. Außerdem mag sie Bücher, Musik und Gartenarbeit.

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