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Wider-dem-Aberglauben-Tag: Fünf lustige Aberglauben aus aller Welt

Wider-dem-Aberglauben-Tag: Fünf lustige Aberglauben aus aller Welt
Foto: Unsplash/Nick Fewings

In den USA wird am 13. September der Wider-dem-Aberglauben-Tag (auf Englisch Defy Superstition Day) gefeiert. MADS stellt deshalb fünf lustige Aberglauben aus aller Welt vor.


Lieber schlürfen als schneiden

Italien ist bekannt für Pizza und Pasta. Da ist Ananas auf Pizza genauso verpönt wie Spaghetti zu schneiden oder zu brechen. Letzteres soll sogar Unglück bringen. Dass die Nudeln nicht geschnitten werden sollen, ist auch in China ein Brauch. Da steht die Länge der Nudeln für die Länge des eigenen Lebens, weshalb möglichst lange Nudeln ein traditionelles Geburtstagsgericht sind.

Beim Jahreswechsel auf die Unterwäsche aufpassen

Zu Neujahr spielt gleich in mehreren Kulturen die Wahl der Unterwäschenfarbe eine große Rolle. So soll man China rote Unterwäsche tragen. Denn einer chinesischen Sage nach konnte durch die Farbe Rot ein Monster besiegt werden, das die Menschen an Neujahr bedroht hat. Dieser Brauch hat vermutlich der italienische Seefahrer Marco Polo im Mittelalter nach Europa gebracht. So ist der Brauch auch in West- und Südeuropa geläufig.

In Latein- und Südamerka bringt rote Unterwäsche zu Neujahr Glück im Liebesleben. Gelbe Unterwäsche bringt dagegen finanzielles Glück. In manchen Gegenden bringt auch nur gelbe Unterwäsche Glück. Dazu gibt es manchmal auch die Voraussetzung, dass die Unterwäsche geschenkt oder neu sein muss.

Immer nett die Elstern grüßen

In Deutschland gelten in manchen Gegenden Elstern statt Raben als Unglücksvögel. Wenn sich also Elstern auf ein Haus setzen, wird dort demnächst jemand sterben. In Großbritannien soll man dagegen immer eine Elster mit „Guten Morgen, Herr Elster. Wie geht es heute Ihrer Frau?“ grüßen, wenn man nur einer einzelnen begegnet. Da diese Vögel streng monogame Tiere sind, entstand der Aberglaube, dass eine einzelne Elster Einsamkeit bringt.

Schenke mit Bedacht

„Danaergeschenke“ sind Geschenke, die dem Beschenkten dem Aberglauben nach Unglück bringen. Die Bezeichnung kommt vom Trojanischen Pferd, das die Griechen in der Schlacht um Troja den Trojanern schenkten. Darin waren allerdings griechische Soldaten, die so hinter die Stadtmauern gelangen konnten, was schlussendlich zur Niederlage der Trojaner geführt hat. Griechen wurden von dem Dichter Homer als Danaer bezeichnet.

Lies auch: Freitag, der 13. – warum gilt er als Unglückstag?

Die bekanntesten Danaergeschenke sind Messer und Scheren, denn diese würden die Freundschaft zerschneiden. Um diesen Fluch zu besiegen, muss man über die Klinge springen. Auch sollten Geldbeutel nicht ohne Inhalt verschenkt werden, da dies dem Gegenüber Armut bringt. In Russland sind dagegen gelbe Blumen keine gute Geschenkidee, da diese für Neid und Untreue stehen.

Pfeifen ist Silber, Schweigen ist Gold

Pfeifen ist in vielen Kulturen und Situationen verpönt. So soll man an Deck eines Schiffes nicht pfeifen, das bringe einen Sturm auf. Eine Erklärung für diesen Aberglauben ist, dass früher auf Schiff das Pfeifen ein wichtiges Kommunikationsmittel war. Wer einfach so vor sich hin pfeift, der bringt die Kommandosignale durcheinander. In Russland macht Pfeifen arm, und in Südkorea werden die Geister auf einen aufmerksam, wenn nachts gepfiffen wird.


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Über den Autor/die Autorin:

Jeffrey Ji-Peng Li

Jeffrey (21) studiert Medizin, obwohl er noch nie Grey‘s Anatomy geschaut hat. Trotzdem schreibt er gerne über Filme und Serien, aber auch über den Uni-Alltag und was ihn sonst beschäftigt.

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