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Welche Daten sammelt Mobike?

Welche Daten sammelt Mobike?
Foto:  Conrad von Meding

Jetzt untersuchen Datenschützer den chinesischen Mietradanbieter. Dabei geht es um die Frage welche Daten gesammelt und ob diese weitergeben werden dürfen.


Der Mietradanbieter Mobike gerät ins Visier der Datenschützer. Erst vor wenigen Wochen hatte das chinesische Unternehmen in Hannover gemeldet, dass 1000 Räder auf Plätzen und Gehwegen in der Landeshauptstadt stehen, jetzt haben Datenschützer ein Prüfverfahren eingeleitet. Die Berliner Datenschützer untersuchen, welche Nutzerdaten Mobiker erheben und weiterleiten darf.

Es werde geprüft, welche Nutzerdaten für den Betrieb einen Fahrradverleihsystems erforderlich seien, sagte ein Sprecher der Berliner Datenschutzbeauftragten Maja Smoltczyk. Sicherlich sei die Daten über den Abstellort des Fahrrades erforderlich. Aber es könnte sei, dass die durchgehende Datenerfassung während der Fahrt nicht erforderlich sei. Zudem prüft die Datenschutzbeauftragte, welche Daten aus Deutschland an den chinesischen Firmensitze von Mobike weitergegeben werden und welche weitergegeben werden dürfen.

Hinter der Prüfung steckt die Sorge von Experten, Mobike könnte nicht nur Daten über die Fahrräder sondern auch über die Nutzer sammeln, wie zum Beispiel über bevorzuge Restaurants und Geschäfte. Verbraucherschützer warnen, das chinesische Unternehmen könnte die Daten für Werbung weitergeben. Das Unternehmen selbst teilte mit, dass es sich zum Schutz persönlicher Daten verpflichte. Die Fahrraddaten würden von den Nutzerdaten getrennt.

Das Prüfverfahren der Berliner Datenschützer wird sich noch einige Zeit hinziehen. Aber noch in dieser Woche soll dem Unternehmen ein detaillierter Fragenkatalog zugestellt werden. Ein ähnliches Prüfverfahren sei von der Niedersächsischen Landesdatenschutzbeauftragten derzeit nicht geplant, sagte ein Sprecher.

In Hannover würden die Räder intensiv genutzt, berichtete eine Sprecherin des Unternehmens. Wer die Räder fahren will, muss sich auf dem Smartphone eine App herunterladen, bekommt dort Standorte angezeigt und kann sich sein Rad gegen Bezahlung freischalten. Die Nutzung kostet 1 Euro für 20 Minuten, mit Zeitpässen wird es deutlich billiger. Besonders komfortabel sind die Räder nicht, weil sie für Kurzstrecken gedacht sind und robust sein sollen. Immerhin verfügen sie über eine Gangschaltung.

Von Mathias Klein

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