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Videospiele analog: Die „8 Bit Box“ im Test

Videospiele analog: Die „8 Bit Box“ im Test
Foto:  Hersteller

Die schöne alte Videospielwelt kehrt wieder: Auf der analogen Konsole „8 Bit Box“ werden die Games-Hits aus der Ära verpixelter Grafik mit viel Retro-Charme als zeitgemäße Brettspiele aufbereitet.


Die schöne alte Videospielwelt kehrt wieder, in leicht veränderter Form: Auf der analogen Konsole „8 Bit Box“ werden die Games-Hits aus der Ära verpixelter Grafik mit viel Retro-Charme als zeitgemäße Brettspiele aufbereitet. Drei sind in der Grundschachtel enthalten.

Gewisse Bestandteile werden in jedem Spiel genutzt, vor allem die Controller für bis zu sechs Spieler: Pappgerätschaften mit Drehrädern, auf denen sich Richtungspfeile, Zahlen, Symbole und Farben einstellen lassen. Das macht man in allen drei Spielen verdeckt, um so geheim seinen nächsten Spielzug zu programmieren. Eine Idee mit Potenzial, wie sich in den Spielen zeigt.

„Pac-Man“-Klon, Renn- und Sportspiele

„Pixoid“ (für drei bis vier Spieler) ist ein kaum verhohlener „Pac-Man“-Klon. Reihum übernimmt jeder einmal die Rolle des Titelhelden und versucht, in einem Labyrinth so lange wie möglich seinen Häschern zu entkommen. Punkte gibt es für die Zahl der Runden, die man übersteht, und die Klötzchen, die man in der Zeit aufsammelt.

„Outspeed“ (für vier bis sechs Spieler) ist ein futuristisches Rennspiel. Pro Runde entscheiden sich die Spieler für eine von maximal drei möglichen Routen. Manchmal können sie sich einfach ganz normal bewegen, manchmal nur dann, wenn eine Mindest- oder Maximalzahl an Spielern diese Route gewählt hat. Und manchmal gibt es Bonus-Gegenstände, die die genretypischen Waffen ins Spiel bringen.

Am meisten Abwechslung bietet „Stadium“ (für vier oder sechs Spieler), ein sportlicher Wettstreit mit 16 sehr unterschiedlichen Disziplinen vom Gewichtheben über Golf bis zur Dopingkontrolle. Auch hier müssen die Spieler, die in zwei Teams aufgeteilt werden, setzen: vor allem schnell erschöpfte Energiepunkte. Hier muss man ständig abschätzen, wie viel den Gegnern die jeweiligen Sportarten und Siegpunkte wert sind.

Retro-Charme entzückt die Nerds

Schon die Packung transportiert grandios das Gefühl, es hier mit einer Konsole zu tun haben – bis hin zu den typischen, dezent abgewandelten Warnhinweisen („Nicht auf kleine Materialien treten, weil das wehtun könnte“). Die Illustrationen verströmen puren Retro-Charme. Das entzückt den Nerd.

Der Brettspieler hingegen freut sich darüber, wie gut und klug die Games-Klassiker auf dem Spieltisch funktionieren. Der Mechanismus der Voreinstellung auf den Controllern reichert das überschaubare Geschehen mit einer entschiedenen Portion Psychologie an. Der Tiefgang hält sich in Grenzen. Aber das war bei den Klassikern der frühen Videospielära ja auch nicht anders.

„8 Bit Box“

„8 Bit Box“ Quelle: Hersteller

Info: Frank Crittin, Grégoire Largey: „8 Bit Box“. Iello (Vertrieb: Hutter), ab acht Jahren, etwa 38 Euro.

Von Stefan Gohlisch

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