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Vibrionen in der Ostsee: Zweiter Todesfall durch Bakterien

Vibrionen in der Ostsee: Zweiter Todesfall durch Bakterien
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Die gefährlichen Vibrionen-Bakterien in der Ostsee haben ein weiteres Todesopfer in Mecklenburg-Vorpommern gefordert. Im August war bereits eine Frau nach einer Infektion verstorben.


Eine weitere Frau in Mecklenburg-Vorpommern ist durch eine Vibrionen-Infektion nach einem Bad in der Ostsee gestorben. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte, litt die betroffene Person an verschiedenen chronischen Krankheiten und gehörte damit zur Risikogruppe. Weitere Details nannte die Behörde nicht.

Bereits vor vier Wochen war eine ältere Frau nach einer Infektion mit den gefährlichen Bakterien gestorben. Auch sie gehörte zur Risikogruppe der immungeschwächten Personen. Das Lagus wies seit Juni an verschiedenen Kontrollstellen an der Küste von MV Vibrionen im Ostseewasser nach. Seit Juni wurden insgesamt neun Erkrankungen registriert.

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Vibrionen sind stäbchenförmige Bakterien, die vorwiegend im Meerwasser leben und schwere und tödliche Infektionen auslösen können. Die Keime können beim Baden oder Wasserwaten in Hautverletzungen eindringen und rufen in seltenen Fällen schwere Wundinfektionen hervor.

Lies auch: Vibrionen: Welche Strände an der Ostsee sind betroffen?

Im Super-Sommer 2018 waren drei Menschen in Mecklenburg-Vorpommern durch Vibrioneninfektionen gestorben. Angesichts von Dutzenden Millionen Badegästen sei das Erkrankungsrisiko aber extrem gering, sind sich Experten einig. Als besonders anfällig gelten laut Gesundheitsamt Menschen mit chronischen Grundleiden wie Lebererkrankungen oder Diabetes sowie Menschen mit einer bestehenden Immunschwäche. Für gesunde Menschen seien die Bakterien ungefährlich.

Bei geringsten Anzeichen einer Wundinfektion sollte sofort ein Arzt konsultiert werden und dieser auf Kontakt mit Meerwasser hingewiesen werden. Symptome einer Infektion sind Schüttelfrost, Durchfall, Fieber und blasenbildender Hautausschlag. Eine rechtzeitig eingeleitete Therapie sei gegebenenfalls lebensrettend, heißt es vom Lagus.

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RND/OZ/Pauline Rabe


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