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US-Wahlen 2020: 18- bis 29-Jährige stimmten für Biden

US-Wahlen 2020: 18- bis 29-Jährige stimmten für Biden
Foto: Jon Tyson

Die US-Amerikaner haben gewählt. Das Rennen zwischen dem amtierenden Präsidenten Donald Trump und dem ehemaligen Vize-Präsidenten Joe Biden ist knapp. In Statistiken wird jedoch deutlich: Wäre es nach den jungen Amerikanern gegangen, hätte der Herausforderer Joe Biden mit einem Vorsprung von 30 Prozent gegen Trump gewonnen.


Über mehrere Tage zählten die Amerikaner die Stimmzettel. Zwei Tage nach der Wahl ist ein kleiner Vorsprung von Biden zwar zu erkennen, aber entschieden ist nichts. Beide Kandidaten geben sich siegessicher, Biden sagte, die Zeichen stünden gut und in 77 Tagen, dem Amtsbeginn des neu-gewählten Präsidenten, würde er mit den USA wieder dem Pariser Klimaabkommen beitreten. Donald Trump hingegen schimpft auf Twitter, spricht von Wahlbetrug und versucht Himmel und Erde in Bewegung zu setzen, um Biden auszubremsen.

Seine Anhänger sind überzeugt, dass Biden’s Vorsprung nicht sein kann und werfen Stimmzettelzählern Wahlbetrug vor. Unter dem Hashtag #Sharpiegate verbreiten Trump-Anhänger die Nachricht, demokratische Wahlhelfer hätten ihnen absichtlich Permanentmarker gegeben um ihre Stimmzettel ungültig zu machen. Die Students for Trump und College Republicans wettern währenddessen gegen einzelne TV-Sender, darunter der Sender CNN und der eigentlich Trump-nahe Sender Fox News. Twitter-Userin Nikki Smith schrieb: „Ich habe die Kundgebungen in Arizona gesehen, es ist unmöglich, dass Biden eine Mehrzahl der Stimmen gewonnen hat. Ich glaube wirklich, dass der Kreisschreiber Adrian Fontes (Demokrat) und seine Mitarbeiter die Wahl manipulieren, indem sie Permanentmarker an konservative Republikaner verteilen“.

Der Vorwurf der Trump-Anhänger: Die Tinte der Marker zerstöre die Wahlzettel und mache diese ungültig. Das Biden tatsächlich eine Chance hat, können oder wollen viele konservative Republikaner sich nicht vorstellen. Im Kontrast zu ihnen stehen die amerikanischen Fridays for Future-Aktivisten. Auf Twitter freuten sie sich bereits über die Rede von Biden und sein Versprechen zu dem Pariser Klimaabkommen. Sie sagen: „Unsere Politiker werden von UNS gewählt. WIR bringen sie in ihr Amt. Sie repräsentieren UNS. Wenn sie uns und unsere Interessen nicht mit all ihren Möglichkeiten repräsentieren, dann fordern wir Bessere“.

Vor allem die jüngeren Amerikaner setzen auf Biden und hoffen auf seinen Sieg. Am Mittwoch, 4. November, demonstrierten viele Black Lives Matter-Aktivisten und Gegner von Polizeigewalt unter dem Motto „Count every vote“, unter anderem in New York und Portland. In Portland stufte die Polizei die Demonstration als Aufruhr ein und schritt ein, in New York wurde der Trump-Tower aus Angst vor Randalen abgesperrt. Zeitgleich versuchten Trump-Anhänger in Michigan und Arizona Wahllokale zu stürmen. Präsident Donald Trump hatte bereits mehrfach gefordert die Zählung der Stimmzettel zu stoppen und mit Klagen gegen die einzelnen Bundesstaaten gedroht. Auf Twitter spricht er offen von einem Wahlbetrug und behauptet weiterhin, er würde gewinnen. Eine Twitter-Userin antwortete auf seinen Tweet mit drei simplen Sätzen: „Du hast verloren. Biden hat gewonnen. Und du weißt es.“

Von Leona Passgang

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