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Corona: Urlaub in Deutschland statt im Ausland

Corona: Urlaub in Deutschland statt im Ausland
Foto: Unsplash/Tobias Markmeyer

Die Reisebeschränkungen in Europa werden ab dem 15. Juni fast vollständig aufgehoben. Ab ins Ausland? Muss nicht sein, finden unsere Reisenden – und erzählen von ihren Urlauben.


Balkonien statt Bozen

Caro (23) und Hannes (24) genießen ihre Zeit an bayrischen Seen

Die beste Pizza und das beste Eis der Stadt – die gab es bei Caro (23) und Hannes (24) in München, nachdem feststand: Die geplante Zugreise nach Italien können sie nicht antreten. Grenzen zu, Urlaub ciao! Das italienische Festmahl verputzten die beiden auf Caros WG-Balkon. Statt in den Süden zu fahren starteten die Studenten einige Kurztrips aus der bayrischen Hauptstadt – meistens zu den umliegenden Seen, etwa dem Ammersee. Wanderungen und Picknicke waren das Ersatzprogramm zum Trip nach Bozen und Florenz. Auch zu Caros Eltern ging es. Dort quartierten sie sich für zwei Wochen ein. Dass sie nicht nach Italien konnten, finden sie zwar schade. Die Zeit zu Hause wollen sie aber auch nicht missen: Mit der Familie Zeit zu verbringen haben sie sehr zu schätzen gelernt.

Sonnenbrand an der Nordseeküste

Lynn (20) und Freund Markus (22) in Cuxhaven

Kaffee mit Blick auf ein gigantisches Kreuzfahrtschiff, als einzige Gäste in einem Fischrestaurant und Inlinertouren an der Nordseeküste: Dass Lynn (20) und ihr Freund Markus (22) an ihrem Urlaubsort nur auf wenige jüngere Menschen trafen, hat die beiden während ihrer fünf Tage in Cuxhaven kaum gestört. Markus wollte gerne vor dem Trubel zu Hause flüchten und einen entspannten Geburtsag haben – den hatte der Student dann am Wattenmeer. Ihre Morgende starteten mit Rührei vom Campinigkocher, dann war Zeit für Tagestrips – etwa zur Kugelbake, dem Wahrzeichen der Stadt. In Restaurants hörten sie Seemannsmusik und fläzten sich am Strand in die Sonne – vielleicht etwas zu lange: Mit dem Sonnenbrand, den sich die beiden holten, war das Urlaubsgefühl komplett.

Spanische Snacks am Ostseestrand

Lisa (26) vor der Fehmarnsundbrücke

Deutsche Ostseeinsel statt spanisches Festland – den Sommerurlaub hatte sich Lisa (26) anders vorgestellt. Der Trip nach Barcelona wurde abgesagt. Deshalb fuhr Lisa mit Freund Pascal nach Fehmarn. Vor allem die Naturstrände auf der Insel in Schleswig-Hol-stein begeistern die beiden. Jeden Tag gingen sie für lange Sonnenbäder oder Spaziergänge an die Küste, etwa an den Strand Katharinenhof im Osten Fehmarns. Trotzdem: Nur in der Sonne zu liegen wäre zu langweilig geworden. Deshalb besuchten Lisa und Pascal einen Minigolf-Themenpark. Ein Stückchen Spanien durfte im Urlaub auch nicht fehlen. Darum gab es oft spanische Snacks und landestypischen Essen – das kann man schließlich auch in Deutschland kaufen.

Abenteuerurlaub im Nationalpark

Fabian (28) und Franzi (27) beim Wandern in der Sächsischen Schweiz

Den Tipp bekamen Fabian (28) und Franzi (27) von einem Freund: „Fahrt doch in die Sächsische Schweiz“ – gesagt, getan. Zwei Wochen später reisten die beiden mit ihrem Bulli aus Norddeutsch-land los und suchten sich einen Campingplatz im kleinen sächsischen Nationalpark. Mit ihren Plänen waren sie nicht allein: Dort angekommen trafen sie viele junge Menschen. Mit einer Wanderkarte liefen Fabian und Franzi jeden Tag bis zu 15 Kilometer über Stock und Stein – wortwörtlich: „Der Nationalpark ist sehr naturbelassen, mal hängt ein Baum mitten über dem Wanderweg“, erzählt Fabian. Für ein paar Pausen kehrten sie in alten Forsthäusern am Wegesrand ein. Ein Highlight: die Tour zur Bastei, einer Felsformation in der sächsischen Schweiz mit Blick über das Elbtal.

Viel Wasser, wenig Elektronik

Der Oberuckersee

Wasser, Wasser, Natur und noch mehr Wasser. Dafür sind Lea (24) und ihre Mutter zur Mecklenburgischen Seenplatte gefahren – genauer: zum Oberuckersee. Die beiden wollten sowohl abschalten als auch aktiv sein. Für beides gab es an der Seenplatte zwischen Berlin und Ostseeküste viele Möglichkeiten: Im grünen Flachland um die Seen sind viele gut ausgebaute Fahrradwege. Besonders beliebt ist bei Urlaubern das Schwimmen oder eine Kanutour. Wenn sie nicht die Landschaft erkundete, hat Lea ihre Zeit oft zum Lesen am Ufer und für Meditation genutzt. Und: Die Studentin hat sich über die vielen Hunde an den Seen gefreut. Die Tiere sind in den Hotels und Ferienwohnungen nämlich oft gern gesehene Begleiter, erzählt Lea. Die 24-Jährige würde wieder dorthin fahren.

Kein Shakshuka in Bayern

Rita und Jessika (beide 22) mit Blick auf das Schloss Neuschwanstein

Zu Hause hocken, weil die Reise nach Tunesien storniert wurde? Darauf hatten Jessika und Rita (beide 22) keine Lust. Deshalb brachen die Freundinnen zu einem Roadtrip nach Bayern auf. Ihre Route planten sie spontan, vorher stand bloß fest: Statt Shakshuka wird es Ravioli vom Gasgrill geben, der Schlafplatz ist kein gemütliches Hotel – sondern das Auto. Für das unbequeme Bett entschädigte der Ausblick nach der ersten Nacht. Am Königssee, unweit der österreichischen Grenze, erwachten sie mit einem Blick bis zu den Bergen. Die Route ging weiter zum Schloss Neuschwanstein, das wegen der Reisebeschränkungen kaum besucht war. Jessika und Rita hatten auch so einen unvergesslichen Urlaub. Nur eben mit Kühen statt mit Kamelen.

Von Jacqueline Hadasch, Lynn Pinders, Regina Seibel


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1 Kommentar

  1. Avatar

    für mich kommt im Augenblick nur Bayern oder wenn man etwas mehr Wasser möchte nur
    Meck-Pom infrage.

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