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Über Freundschaft und Vertrauen: Rostockerin veröffentlicht zweiten Fantasy-Roman

Über Freundschaft und Vertrauen: Rostockerin veröffentlicht zweiten Fantasy-Roman
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Tokihara alias Lena Kiy hat es geschafft: Der zweite Teil ihrer Cosmica-Trilogie ist erst seit drei Wochen auf dem Büchermarkt. Der erste Teil der Fantasy-Romanreihe erschien 2017 (“Cosmica, Schwarz & Weiß“).

Die 23-jährige Autorin aus Rostock-Warnemünde steht in der Thalia-Buchhandlung in Rostock vor einem Regal mit Ausgaben ihres frisch abgeschlossenen Werkes „Cosmica, Freund oder Feind“. Dementsprechend gelassen und entspannt geht sie ins Gespräch.

Ist jetzt viel Druck von Ihnen abgefallen?

Die Wochen bis zur Abgabe des Manuskriptes waren intensiv. Ich bin ja eigentlich kein Kaffeetrinker. Aber jetzt schon. Ich habe oft bis um sechs Uhr morgens noch an dem Buch gearbeitet. Ich habe die Rohfassung zehn Mal gelesen, Anmerkungen gemacht und redigiert. Meine Mutter hat die Seiten im Vorfeld wohl 20 Mal durchgearbeitet, damit alles gut wird. Und nun ist es ein tolles Gefühl, dass der zweite Teil da ist. Gleichzeitig frage ich mich: Wie kommt er an?

Wie lange haben Sie am Text gesessen?

Zwei Jahre.

Kam der erste Teil gut an?

Ich bin zufrieden und freue mich über die Resonanz. Man muss aber auch dafür etwas tun. So war ich viel auf Messen und auf Conventions unterwegs und habe mein Buch vorgestellt. Es gab Lesungen, auch an Schulen. In Berlin wurde mit Cosmica der Lesewettbewerb gewonnen. Der Erfolg des Buches und der Zuspruch gaben mir natürlich auch die Kraft, den zweiten Teil zu packen.

Gibt es neue Gestalten in der Handlung?

Ich habe einige neue Charaktere mit in die Geschichte genommen, in deren Kern es um den Kampf der Hauptfiguren um die Befreiung der Welt von einem bösen Magier geht. Neu ist, dass es nun ein Personenregister gibt, das am Anfang des Buches steht.

Und wird die Welt befreit?

Das Ende ist, wie schon im ersten Teil, offen. Klarheit gibt es erst im dritten Teil.

Wann wird der Abschluss der Trilogie fertig sein?

Ich lege mich noch nicht fest, weil ich mir Zeit nehmen möchte. Denn es ist noch so vieles zu beachten.

Welche Botschaft steht hinter der Handlung?

Es geht darum, wem man trauen kann. Viele sind ja keine richtigen Freunde. Und wie erkenne ich das? Es geht ums Zwischenmenschliche. Das Motto des Buches könnte lauten: Vertraue auf dein Gefühl.

Wie fallen Ihnen die Ideen für den Handlungsverlauf und die Figuren ein?

Die Einfälle speisen sich aus dem Alltäglichen. Ich denke viel nach, ich lese und schaue mich um. Auch, was ich erlebe, verarbeite ich teilweise in der Geschichte. Auch aktuelle Dinge, wie der Klimawandel, spielen eine Rolle und finden Niederschlag. Kreative Phasen kommen oft unverhofft. Manche Kapitel bleiben bis zum Schluss leer, obwohl das Ende schon geschrieben ist. Aber dann fügt es sich.

Wie entspannen Sie?

Ich spaziere gern und schaue koreanische Serien. Ich lese, auch Fantasy-Romane. Ich bin immer noch bei „Der Herr der Ringe“. Schön ist auch „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende.

Haben Sie schon mal an ein Hörbuch für Ihre Trilogie gedacht?

Das wäre zu teuer für mich. Ich verlege meine Bücher noch im Eigenverlag, das muss finanziell erst mal bewältigt werden.

Wie finanzieren Sie sich?

Unter anderem durch meine Einnahmen sowie Ersparten aus Nebenjobs, in denen ich vor meiner Tätigkeit als Autorin lange gearbeitet habe.

Warum wählen Sie die Form des Fantasy-Romans?

Weil das Genre Fantasy keine Grenzen hat und man sich frei fantastische Dinge ausdenken kann. Außerdem kann man bestimmte Botschaften aus einer Fantasywelt in unsere reale Welt übertragen.

Was ist das Schlimmste am Schreiben?

Die Grammatik. Und die orthografischen „Kann-Regeln“, dass manches nicht eindeutig festgelegt ist.

Info: Tokihara liest am 7. Februar 2020 um 20 Uhr in der Thalia-Buchhandlung Rostock (Breite Straße) zusammen mit vier weiteren regionalen Autorinnen (Farina de Waard, Justine Pust, Luna Wood und Juliane Kroos)

Gelesen

Im zweiten Bandder Cosmica-Reihe geht es genauso spannend und über-raschend weiter wie im ersten. Die geheime Mission der beiden Hauptfiguren ist immer noch, die schlafenden Drachen zu wecken, um Cosmica vor der Zerstörung des grausamen Herrschers Viis zu bewahren und um das alte Gleichgewicht wieder herzustellen. Es ist eine fesselnde Geschichte über Freundschaft und Vertrauen.

Das für Leser ab neun Jahre geeignete Buch ist sehr gefühlvoll geschrieben. Es gibt zwar nicht so viel Action-Szenen wie im ersten Teil. Trotzdem ist es ein tolles Buch mit vielen Wendungen.

Gelesen von: Liska Amberger (12), 7. Klasse, Innerstädtisches Gymnasium Rostock

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Von Klaus Amberger

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