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Tinder für Rechte: Das ist die neue Dating-App The Right Stuff

Tinder für Rechte: Das ist die neue Dating-App The Right Stuff
Foto: Screenshot/joinrightstuff.com

The Right Stuff – so soll eine neue konservative Dating-Plattform heißen. Zugänglich wird sie nur durch eine Einladung sein. Mit 1,5 Millionen Dollar unterstützt der aus Deutschland stammende Milliardär Peter Thiel die Finanzierung der App. Da er schwul ist, kann er sie selbst jedoch nicht nutzen.


Im September soll in den USA eine neue Dating-App namens The Right Stuff auf den Markt kommen. Sie ist als virtueller Treffpunkt für politisch Rechte gedacht, die Registrierung ist nur nach einer Einladung möglich. Dem konservativen Weltbild entsprechen viele Einstellungen in der App. Bei der Auswahl des Geschlechts gibt es nur Mann oder Frau. Frauen können nur durch die Einladung einer Freundin kostenlos die Premiumversion ergattern, während Männer zahlen müssen.

Als Werbegesicht für das Dating-Format tritt Ryann McEnany auf, die kleine Schwester der ehemaligen Trump-Sekretärin im Weißen Haus, Kayleigh McEnany. „Es tut uns leid, dass Sie jahrelang schlechte Dates und verschwendete Zeit mit Menschen ertragen mussten, die die Welt nicht so sehen, wie wir sie sehen. Auf die richtige Weise“, sagt Ryann McEnany in einem Werbevideo für The Right Stuff. Auch ein Bild von ihr und Donald Trump wird eingeblendet, dazu die Worte „… mit Menschen, die du liebst“.

The Right Stuff: Ohne Impfstatus oder Pronomen

Pronomen, Impfstatus oder die Meinung zum Abtreibungsverbot – anders als bei Tinder oder Bumble gibt es solche Auswahlmöglichkeiten bei The Right Stuff nicht. Keine Kinder haben zu wollen scheint auch keine Option für die konservativen User der App sein. Außerdem ist sie nur für heterosexuelle Menschen gemacht – weshalb es besonders verwunderlich ist, dass Milliardär Peter Thiel rund 1,5 Millionen Dollar in die App investiert. Denn der Paypal-Gründer ist zwar politisch dem rechtslibertären Lager zuzuordnen – allerdings ist er auch schwul.

In den sozialen Medien überwiegt bislang der Spott zur App-Ankündigung. So hat das Werbevideo bei Youtube gerade mal 65 Likes bei fast 25.000 Aufrufen. Der queere Influencer Matt Bernstein vergleicht das Video auf Instagram mit einer „Black Mirror“-Folge.

Von Haley Tschammer


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