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Tattooskandal in den USA: Was man vor dem Stechen bedenken sollte

Tattooskandal in den USA: Was man vor dem Stechen bedenken sollte
Foto: Allef Vinicius/Unsplash

Eine neue Studie fand bei der Untersuchung der größten US-amerikanischen Hersteller von Tattoo-Tinte heraus, wie gesundheitsschädlich ein Großteil der Produkte sind. Worauf sollte man achten, wenn man sich tätowieren lassen will und wie kann man spätere Reue – oder sogar gesundheitliche Schäden – verhindern?


In den USA untersuchten Forscher der Binghamton University die Tattoo-Tinten der neun größten Hersteller des Landes und kamen zu einem beunruhigenden Ergebnis: 45 der 54 untersuchten Proben enthielten nicht angegebene Zusatzstoffe oder potenziell gesundheitsschädliche Pigmente. Diese werden nun weiter erforscht und getestet. Die Europäischen Union hat bereits 2022 bestimmte Tattoofarben verboten. Seitdem dürfen keine krebserregenden oder erbgutverändernden Stoffe mehr in den Farben enthalten sein. Trotzdem ist es nach wie vor wichtig, sich umfassend zu informieren, bevor man sich ein Tattoo stechen lässt – denn dabei gibt es einiges zu beachten.

Welches Motiv an welcher Körperstelle?

Zuerst sollte man sich ausreichend Gedanken zum Motiv machen. Denn ein Tattoo hält für immer und sollte damit auch möglichst lange dem eigenen Geschmack entsprechen. Die Auswahl der Platzierung ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen: Soll jeder das Tattoo sehen können oder soll es eher unauffällig sein? Die Körperstelle hat auch Auswirkungen auf die Langlebigkeit des Tattoos: Fingertattoos halten zum Beispiel nicht immer. Auch die Farbe des Tattoos ist in diesem Zusammenhang relevant: Beispielsweise können sich weiße Tattoos nach einem Sonnenbrand gelb verfärben. Ob die Platzierung oder das Motiv des Tattoos ein Hindernis auf dem Karriereweg darstellen könnten, sollte man ebenfalls im Vorfeld klären. Ist das alles bedacht, stellt sich die nächste Frage: Welches Tattoostudio ist das Richtige? 

So findet man das richtige Tattoostudio

Die Ergebnisse der Studie aus den USA machen deutlich, wie wichtig die Wahl eines seriösen Tattoostudios ist. Die Problematik dabei ist, dass Tätowierer oder Tätowiererin kein klassischer Ausbildungsberuf ist. In Deutschland ist es jedem möglich, ein Tattoostudio zu eröffnen, deshalb ist eine ausgiebige Information über das Studio und dessen Bewertung im Vorfeld ein absolutes Muss.

Dabei sollte man darauf achten, dass der Tätowierer oder die Tätowiererin alle Sicherheits- und Gesundheitsvorschriften befolgt und im besten Fall sogar lizenziert ist. Im Hinblick auf die Preise sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn die Qualität ist bei Tätowierungen deutlich wichtiger als günstige Preise. Der Grund dafür ist, dass die Tattoofarbe genau in die Lederhaut gestochen werden muss. Das heißt, es muss mindestens ein Millimeter und darf höchstens zwei Millimeter tief gestochen werden – eine Spanne mit wenig Platz für Fehler. Dies erfordert ein genaues Ausüben von Druck und kann bei schlechter Ausführung zu blauen Flecken führen. Empfehlenswert ist daher, im Vorfeld einen Termin zur Beratung in dem jeweiligen Tattoostudio zu machen, um sich einen besseren Überblick verschaffen zu können. Dabei lässt sich auch abklären, ob das Studio überhaupt den Stil anbietet, den man am Ende haben möchte. 

Ist der Termin vollbracht und das Tattoo gestochen, sollte man unbedingt die Hinweise des Tätowierers hinsichtlich der Nachsorge beachten. Andernfalls kann es zu Infektionen oder zum Ausbleichen der Farbe kommen. 

Von Hanna Korte und Julia Bormann


Über den Autor/die Autorin:

MADS-Team

Unter diesem Namen sammeln wir Beiträge von Gastautorinnen und -autoren, Autorenkollektiven oder freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei MADS. Die Namen des jeweiligen Autors oder der jeweiligen Autorin stehen unter dem einzelnen Beitrag.

1 Kommentar

  1. Seth

    Liebe Frau Korte, liebe Frau Bormann,

    was ist das denn bitte für ein Beitrag?

    Von „Tattooskandal in den USA“…. (…) hin zu „Wie finde ich das richtige Tattoo-Studio & Co.“?

    Was super bei mir geklappt hat, ist das Keyword „Tattooskandal“. Top! Da haben Sie also alles richtig gemacht, um mich zum Klick zu triggern. Was den eigentlichen Textinhalt betrifft, so wäre es vielleicht hilfreich gewesen etwas umfangreicher über die aus der Arbeit von John Swierk und Team und sein „What’s in my Ink?“ aufzuklären. Oder vielleicht mal aufzugreifen, vor welcher Hürde die USA gerade in Bezug auf seine Gesetzes-Novellierung bzgl. FDA/MoCRA steht.

    Aus den Ergebnissen der Swierk et al.-Untersuchung heraus zu schließen, dass es wichtig sei ein seriöses Tattoo-Studio zu suchen, ist „mutig“! Vor allen Dingen wenn man bedenkt, dass eben diese seriösen Studios in den USA und anderorts Produkte von eben diesen betroffenen Tätowierfarben-Herstellern verwenden.

    Und nebenbei – die Verortung eines Tattoo-Motivs am Körper, Hygienevorschriften beim Tätowieren oder die einzuhaltenden Nachsorge-Tipps haben rein gar nichts mit dem von Ihnen so schön betitelten „Tattooskandal in den USA“ zu tun.

    Das hier wäre m.E.n. eher ein Paradebeispiel für Clickbaiting. Sehr schade ist es um die verpasste Chance. Das Thema ist nämlich extrem wichtig und gut und steht im direkten Kontext zu unserer Tattoo-REACH im EWR!

    Beste Grüße

    Antworten

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