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Streamer Adin Ross sorgt für erneute Verhaftung von Andrew Tate

Streamer Adin Ross sorgt für erneute Verhaftung von Andrew Tate
Foto: AP Photo/Andreea Alexandru

Durch das Vorlesen vermeintlicher Fluchtpläne von Andrew Tate aus Rumänien, sorgte Streamer Adin Ross allem Anschein nach für die erneute Verhaftung des ehemaligen Kickboxers.


Der ehemalige Kickboxer Andrew Tate wurde am späten Montagabend erneut von rumänischen Beamten festgenommen, zusammen mit seinem Bruder Tristan. Die Festnahme erfolgte in der Villa der Tates im Dorf Voluntari bei Bukarest, informierte die Nachrichtenagentur dpa am Dienstag. Grundlage war ein europäischer Haftbefehl, den London erwirkt hatte. Bis dahin waren die Tates, die erstmals am Jahresende 2022 festgenommen worden waren, auf freiem Fuß – mit der Einschränkung, dass sie Rumänien nicht verlassen durften. Doch wie das Magazin Rolling Stone berichtet, hatten britische Behörden einen Tipp erhalten, nach dem Tate insgeheim plane, aus Rumänien zu fliehen.

Andrew Tate: Woher kam der Tipp?

Wie Rolling Stone weiter berichtet, kam der Tipp an die Behörden ausgerechnet von Streamer Adin Ross, der sich in der Vergangenheit häufig für Andrew Tate einsetzte und für dessen Freilassung plädierte. Der Streamer aus den USA fiel zuletzt immer wieder durch rassistische, sexistische und antisemitische Inhalte auf. Der Streaminganbieter Twitch reagierte darauf mit der permanenten Sperrung seines Channels. Derzeit streamt Ross über die Plattform Kick. In einem Clip von einem Stream auf Kick ist nun zu sehen, wie der umstrittene Content-Creator vermeintliche Privatnachrichten von Tate an ihn vorliest. Laut dieser Nachrichten plane der Ex-Kickboxer illegaler Weise, Rumänien zu verlassen und „nie wieder zurückkommen“. Ob der Streamer hier tatsächlich persönliche Nachrichten von Andrew Tate vorgelesen hat, lässt sich nicht bestätigen. Laut Rolling Stone soll der Stream allerdings für genug Argwohn bei der britischen und rumänischen Polizei gesorgt haben, die daraufhin die Inhaftierung der Brüder einleiteten.

Anwälte von Tate veröffentlichen Statement

Nach der Verhaftung am Montag erschienen die Brüder Tate am Dienstag in Handschellen vor Gericht, meldete die dpa. Laut einer Sprecherin der Brüder, die von der britischen Nachrichtenagentur AP zitiert wurde, entschied das Berufungsgericht, dass die beiden Männer wegen mutmaßlicher Sexualstraftaten von Rumänien an Großbritannien ausgeliefert werden sollen. Dies solle allerdings erst dann passieren, wenn ein separates Strafverfahren in Rumänien abgeschlossen ist, wo sie wegen Vergewaltigung, Bildung einer kriminellen Vereinigung und Menschenhandels angeklagt sind.

In der Anhörung wurde außerdem die sofortige Freilassung der Tates angeordnet. Andrew Tates Anwalt Eugen Vidineac begrüßte diese Entscheidung, so die AP. Denn diese biete den Brüdern eine Chance, sich voll und ganz in ihre Verteidigung einzubringen. Auch zu den vermeintlichen Fluchtplänen bezogen die Anwälte von Andrew Tate und seinem Bruder mittlerweile Stellung. Laut ihnen sei die Situation ein großes Missverständnis gewesen und die Brüder hätten niemals vorgehabt, das Land trotz des laufenden Verfahrens zu verlassen. Ihre Mandanten seien darauf fokussiert, aktiv an den Verfahren teilzunehmen und „ihren Ruf zu verteidigen“. Streamer Adin Ross hätte die Nachrichten nur falsch verstanden und diese nicht korrekt wiedergegeben.

Wie geht das Verfahren weiter?

Der ursprüngliche Grund für das Verfahren waren die Vorwürfe vier britischer Frauen, die angaben, Tate hätte sie 2014 und 2015 sexuell und physisch misshandelt. 2019 musste das Verfahren aufgrund mangelnder Beweise fallengelassen werden, weshalb mittlerweile ein ziviles Verfahren gegen den Influencer läuft. Der AP zufolge sagte die Sprecherin von Andrew Tate am Dienstag, dass die Brüder die Anschuldigungen zurückwiesen. 



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