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Staatsanwalt fordert sechs Monate Gefängnis für Rapper Asap Rocky

Staatsanwalt fordert sechs Monate Gefängnis für Rapper Asap Rocky
Foto: Thibault Camus/AP/dpa

Im Verfahren gegen den US-Rapper Asap Rocky will der Staatsanwalt die Angeklagten hinter Gitter sehen. Er glaubt nicht, dass die drei Amerikaner ihr Opfer aus Notwehr verprügelten. Die Verteidiger schlagen gemeinnützige Arbeit vor.


Im Prozess gegen den US-Rapper Asap Rocky in Stockholm haben am Freitag mehrere Zeugen ausgesagt. Zwei Frauen bestätigten in der Befragung vor Gericht, dass der Musiker sein Opfer zu Boden schleuderte und attackierte. Der Rapper hatte das vor Gericht eingeräumt und von Notwehr gesprochen. Der 30-Jährige, der mit bürgerlichem Namen Rakim Mayers heißt, und zwei seiner Begleiter stehen wegen des Vorwurfs der Körperverletzung vor dem Stockholmer Bezirksgericht. Sie sollen einen 19-Jährigen in der schwedischen Hauptstadt brutal zusammengeschlagen haben.

Der 19-Jährige hatte mehreren Aussagen zufolge die Gruppe um den Rapper über längere Zeit verfolgt und sich mit dem Leibwächter gestritten. Beide Frauen bestätigten am dritten und voraussichtlich letzten Verhandlungstag im Prozess, dass die US-Amerikaner den 19-Jährigen mehrfach aufforderten, sie in Ruhe zu lassen. Doch der Mann habe sich geweigert. Am Ende kam es zu einer Schlägerei, bei der er zu Boden geworfen und von mehreren Schlägen und Tritten getroffen wurde.

Handelte der Rapper in Notwehr oder beging er Körperverletzung?

Ob bei dem Handgemenge Glasscherben oder Flaschen zum Einsatz kamen, wurde auch nach den Aussagen der Frauen nicht klar. Beide sahen, dass jemand aus dem Gefolge des Rappers eine Glasflasche in der Hand hatte, sie sahen aber nicht, dass damit geschlagen wurde.

Die drei Angeklagten hatten zuvor ausgesagt, die Flaschen nur aus dem Weg geräumt zu haben, damit die anderen sie nicht nehmen konnten. Das Opfer hingegen sagte, er sei mit Glasscherben verletzt worden. An seinem Arm befanden sich Schnittwunden. Sein Freund, der bei dem Vorfall dabei war und der als dritter Zeuge aussagte, konnte auch nicht bestätigen, dass die Flaschen als Waffen eingesetzt wurden. Dieser Aspekt ist wichtig für die Frage, ob der Rapper in Notwehr handelte oder eine Körperverletzung beging.

Staatsanwaltschaft fordert Gefängnisstrafe

Eine Gerichtszeichnung zeigt den Rapper (hinten) mit einem seiner Anwälte.

Eine Gerichtszeichnung zeigt den Rapper (hinten) mit einem seiner Anwälte. Quelle: AP

Die Staatsanwaltschaft hat am Freitag eine Verurteilung wegen Körperverletzung gefordert für den Rapper und zwei seiner Begleiter gefordert. Die drei Angeklagten sollten für sechs Monate ins Gefängnis. Sie hätten zusammen und im Einvernehmen miteinander das Opfer zusammengeschlagen, sagte der Ankläger in seinem Plädoyer, wie das schwedische Fernsehen SVT in einem Live-Blog berichtete.

Der Fall hatte ein enormes Medieninteresse geweckt, nachdem sich US-Präsident Donald Trump für die Freilassung des Rappers eingesetzt hatte. Zur Beobachtung des dreitägigen Verfahrens hatte er einen Experten für Geiselnahmen nach Stockholm geschickt.

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Von RND/dpa


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