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„Silber und das Buch der Träume“: Warum der Film Fans der Bücher enttäuscht

„Silber und das Buch der Träume“: Warum der Film Fans der Bücher enttäuscht
Foto: Prime Video

Erst kürzlich ist die lang ersehnte Verfilmung des ersten Teils der „Silber“-Trilogie von Kerstin Gier auf Prime Video erschienen. Buchfans sind enttäuscht.


Ein Jahrzehnt nach der Veröffentlichung des ersten Bands der beliebten Fantasy-Trilogie von Kerstin Gier machte sich Prime Video daran, die Geschichte von Liv in „Silber und das Buch der Träume“ mit einem internationalen Cast zu verfilmen.

Liv zieht mit ihrer Familie nach London – zum neuen Freund ihrer Mutter. Dort findet sie heraus, dass sie luzid träumen kann, also die Fähigkeit hat, sich ihrer Träume bewusst zu sein und sie sogar zu verändern. Mehr noch: Sie ist damit nicht alleine. Durch ein magisches Ritual schließt sie sich einer Gruppe von Jungen an, die genauso wie sie sogenannte Träumer sind. Doch immer mehr Geheimnisse der Jungen kommen ans Licht, sodass es schon bald nicht mehr um kleine Träumereien geht, sondern um Leben und Tod.

„Silber“: Thriller und Action statt Humor und Träumerei

Während Kerstin Gier mit ihrem humorvollen und verträumten Schreibstil locker und entspannt ihre Leserschaft in die Geschichte entführt, startet die Verfilmung gleich zu Beginn mit einer spannenden Szene, die an eine Eröffnung eines Thrillers oder Actionfilms erinnert. Die Spannung des Publikums ist also sofort geweckt, doch geht dabei die gemütliche Atmosphäre verloren, welche die geschriebene Geschichte ausgestrahlt hat. Im Film folgt eine gehetzte Abfolge von Schlüsselereignissen der Geschichte, es bleibt immer spannend, niemals ist Zeit zum Genießen der Atmosphäre, der Freundschaft, der interessanten Figuren und all der anderen Erfahrungen, die Liv in ihrem neuen Zuhause macht.

An der Vorlage vorbei

Für die Leser und Leserinnen sind solche Momente, Personen und Anekdoten jedoch genau das, was „Silber“ ausmacht. Im Film aber wurden diese komplett ausgelassen und durch eine rasante Abfolge von Ereignissen ersetzt. Große Geschehnisse, wie zum Beispiel der Tod von Livs Vater, wurden im Drehbuch dazu gedichtet. Das lässt diese Erzählweise verwirrend auf die Buchfans wirken, und die Vorlage des Films ist kaum wiederzuerkennen. Lässt man die außer Acht, ist der Film für sich alleine keineswegs schlecht. Es wurden Effekte genutzt, die die Geschichte in ihrer Handlung aufregend und abenteuerlich machen. Auch die schauspielerische Leistung des Casts überzeugt. Mitfiebern können Zuschauende also trotzdem.

Von Sophie Sartison


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Über den Autor/die Autorin:

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