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Seife ist keine Magie. Sondern?

Seife ist keine Magie. Sondern?
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Sie ist der Inbegriff für Sauberkeit und Reinheit. Und wir benutzen sie täglich, ob in fester oder flüssiger Form: Seife. Ohne sie würden wir Verschmutzungen nicht so leicht von der Haut spülen können, Fettflecke blieben in der Kleidung und Krankheitserreger besser an Händen haften. Doch wie schafft es die Seife, den Schmutz so erfolgreich zu greifen?

„Das ist keine Magie, sondern Chemie“, sagt Tom Kempke (29), wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut Chemie der Universität Rostock. Verantwortlich für die Wirkung von Seife sind die Bestandteile des Reinigungsmittels, die Tenside. „Tenside sind eine tolle Sache“, sagt der Wissenschaftler. Diese wie Stäbchen aussehenden kleinen Teilchen haben einen wasserliebenden (hydrophilen) Kopf und einen wassermeidenden (hydrophoben) Schwanz. Trifft nun die Seife in Verbindung mit Wasser auf Schmutz, passiert – vereinfacht formuliert – Folgendes: „Die Seifenlösung be- und umnetzt den Schmutz, bricht die Schmutzschicht auf und löst ihn von der Oberfläche ab“, erklärt der Chemiker.

Viele Tenside schließen den Schmutz ein – sie bilden sogenannte Mizellen. Das sind geometrische Figuren, bei denen die hydrophilen Köpfe außen zu den Wasserteilchen zeigen (weil sie Wasser ja so lieben). Und die hydrophoben Schwänze legen sich nach innen zum ebenso wassermeidenden (hydrophoben) Schmutz. Der hat durch diese Konstruktion aber nun keine Chance mehr, ist gefangen und wird mit der Seife fort- und abgespült. Sauber!

Von Klaus Amberger

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