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Reis dich klug: Darum sind Bildungsreisen eine coole Alternative

Reis dich klug: Darum sind Bildungsreisen eine coole Alternative
Foto: andresr/Getty Images

Es muss nicht immer der Abenteuerurlaub durch Südostasien oder die Farmarbeit in Australien sein: MADS gibt Tipps für eure nächste Bildungsreise.


„Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.“ Das hat schon Goethe gesagt, und der kannte sich mit Bildung aus. Wer sich auch nach dem Abi oder in den Sommerferien lieber weiterbilden möchte statt faul am Strand zu liegen, der sollte über eine Bildungsreise nachdenken. 

Große Organisationen, die Sprachreisen, Auslandsjahre, Praktika im Ausland und Au-pair-Aufenthalte anbieten, sind etwa ESL, EF und TravelWorks. Sie übernehmen die gesamte Organisation der Reise. So sind die Vermittlung an die Gastfamilien, die Unterkünfte und Ansprechpartner in beiden Ländern gesichert. Das hat jedoch seinen Preis: Wer als Schüler ein Auslandsjahr machen möchte, muss in der Regel 10 000 Euro bezahlen, Sprachreisen fangen bei etwa 500 Euro pro Woche an, und ein einmonatiges Praktikum im Ausland kostet 800 Euro. 

Ein Jahr vorher beginnen zu planen

EF ist spezialisiert auf die englischsprachigen Länder, ESL bietet Sprachreisen in 20 verschiedenen Sprachen an und stellt anerkannte Zertifikate aus, TravelWorks ist besonders an junge Menschen gerichtet und im Vergleich ein bisschen günstiger. Bei allen Organisationen sollten Interessierte ein Jahr im Voraus mit der Planung beginnen, da sie so die günstigsten Angebote finden und vielleicht ein Stipendium beantragen können. 

Eine Alternative zu den großen Anbietern ist Workaway. Hier müssen Reisende sich selbst um die Organisation kümmern und zahlen dafür eine Pauschale. Für 36 Euro pro Jahr haben sie Zugriff auf eine Liste von knapp 40 000 Gastgebern, die Kost und Logis im Austausch für verschiedene Arbeiten anbieten. Es gibt keine externen Ansprechpartner, die Reisenden müssen selbst einschätzen, ob die Gastgeber wirklich seriös sind.

Von Insa Merkel

Pro Bildungsreise: Nach dem Abi freiwillig zurück in die Schule

Lernt in Neuseeland in einer High School: Konstantin.

Nach dem Abi wollen wohl die meisten Menschen von der Schule erst mal nichts mehr wissen. Entsprechend verwirrt reagierten Verwandte und Freunde, als ich verkündete, dass ich kurz nach meinem Abschluss für ein halbes Jahr an eine neuseeländische High School gehen würde. 

Dabei entdeckte ich dank des praxisnahen High-School-Unterrichts plötzlich Interessen von mir, die mir in Deutschland nie aufgefallen waren: Ich spielte in einem Theaterstück mit – natürlich auf Englisch –, lernte kochen, bewies mich im schuleigenen Restaurant als Kellner und entwarf eine Werbekampagne gegen Fake News. 

Einmal pro Woche Freiwilligenarbeit

Zu alt fühlte ich mich für die High School auch noch nicht: Die Neuseeländer gehen ohnehin ein Jahr länger zur Schule als ich – und viele internationale Mitschüler waren in ihren Heimatländern auch schon mit der Schule fertig. 

An einem Schultag pro Woche leistete ich zudem Freiwilligenarbeit, was ebenfalls Spaß machte: Im ersten Vierteljahr quatschte ich mit den Bewohnern eines Altenheims und stellte ein Unterhaltungsprogramm für sie zusammen, im zweiten pflanzte ich für die neuseeländische Umweltschutzbehörde Bäume in der traumhaften Landschaft. 

Bäumchenpflanzen in Neuseeland: Konstantin entdeckte in seinem High-School-Jahr viele neue Interessen.

Nach dem Abi noch mal die Schulbank zu drücken mag ungewöhnlich sein – ich kann es aber empfehlen. Zumindest in Neuseeland.  Konstantin Klenke

Contra Bildungsreise: Nächstes Mal vorab informieren

Macht in England nicht nur gute Erfahrungen: Jette.

An das englische Essen musste ich mich während meiner Sprachreise in Brighton erst mal gewöhnen. Jeden Tag gab es zum Lunch eine kleine Tüte Chips und ein Brötchen. Nicht gerade das, was ich von Zuhause kenne. Aber darum ging es mir bei der Auslandsreise ja auch – ich wollte neue Kulturen kennenlernen. 

Doch genau das war leider gar nicht so einfach. Bei der Sprachreise der Organisation STS wurden die Teilnehmer in Gruppen aufgeteilt – nach Nationalitäten. Es gab italienische, chinesische und schwedische Gruppen. Allerdings keine deutsche Gruppe, und so landete ich als einzige Deutsche in einer schwedischen Gruppe. So haben alle um mich herum oft nur Schwedisch gesprochen, und ich habe natürlich nichts verstanden. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Ich wollte ja viele Kulturen kennenlernen. Noch dazu bestand das Nachmittagsprogramm leider oft nur daraus, im Park zu sitzen und Verstecken zu spielen. 

Englisch verbessern nur im Sprachunterricht

Meine Gastfamilie war zum Glück sehr nett. Das kleine Zimmer musste ich mir zwar mit einer weiteren Gastschülerin teilen, aber auch mit ihr habe ich mich gut verstanden. Und auch die drei Stunden Unterricht jeden Tag haben Spaß gemacht, dort konnte ich dann doch mein Englisch verbessern. Ich kann Sprachreisen jedem empfehlen. Nächstes Mal werde ich mich aber vorher genauer informieren.  Jette Ihl

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