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Pakete wiederverwenden: „SendMePack“ will Verpackungsmüll reduzieren

Pakete wiederverwenden: „SendMePack“ will Verpackungsmüll reduzieren
Foto: Unsplash/RoseBox

Gegen die Umweltbelastung durchs Onlineshopping: Das Berliner Start-up „SendMePack“ hat am Montag mit seiner nachhaltigen Lösung für Versandkartons bei „Die Höhle der Löwen“ alle Investoren überzeugt. Die Idee: intakte Pakete mithilfe eines Kreislaufsystem wiederverwenden.


Mehr als vier Milliarden Versandkartons nutzen die Deutschen nach Angaben des Unternehmens „SendMePack“ pro Jahr. Damit gehen große Umweltbelastungen einher: Für die Herstellung dieser Kartonagen wurden im Jahr 2020 mehr als 16 Milliarden Liter Wasser verbraucht. Pro Minute werden weltweit allein für Papier und Kartons Waldflächen in der Größe von 15 Fußballfeldern gerodet. Außerdem entstehen durch die Produktion große Mengen an CO2-Emissionen und Feinstaub.

Pakete sind oft noch intakt

Häufig werden diese Verpackungen nur ein einziges Mal genutzt und wandern anschließend in den Müll, werden eventuell noch recycelt. Das reicht dem Gründerehepaar des Unternehmens „SendMePack“ nicht. Sie wollen „precyclen“, also vor dem Recyclen ansetzten und somit Verpackungsmüll vermeiden. Denn Recycling ist in vielen Fälle noch gar nicht nötig, wenn der Versandkarton noch intakt ist. Zudem bedeutet Recycling auch einen hohen Energie- und Kostenaufwand.

Ihre Idee haben Philip Bondulich und Michelle Reed jetzt in der Show „Die Höhle der Löwen“ vorgestellt und alle Investoren überzeugt. Und so funktioniert das Konzept: „SendMePack“ rettet Verpackungen von Onlinehändlern und Fulfillment-Centern vor der Entsorgung und prüft sie von Hand auf Sauberkeit und Stabilität. Unternehmen und Privatkunden können nun die „precycelten“ Pakete im Onlineshop erwerben.

QR-Code zeigt Weg des Kartons

Die gebrauchten Kartons werden außerdem mit einem Aufkleber mit QR-Code versehen. Damit können Empfänger später sehen, wie häufig der Karton bereits wiederverwendet wurde, wieviel CO2 eingespart wurde und in welchen Städten das Paket bereits war. Damit will das Unternehmen Konsumenten spielerisch an die Kreislaufwirtschaft heranführen.

Durch eine Kooperation mit „SendMePack“ können Unternehmen die Entsorgungskosten von Papiermüll einsparen und gleichzeitig bei ihren Kunden mit nachhaltigen Verpackungen werben. Ab Sommer 2022 soll es dann auch Privatpersonen möglich sein, ihre gebrauchten Kartons bei Sammelstellen in ganz Deutschland abzugeben und somit ihren eigenen Beitrag zum Ressourcenschutz zu leisten.

Von Emma Fiedler


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