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„Pageboy“: Das bewegende Memoire von Elliot Page

„Pageboy“: Das bewegende Memoire von Elliot Page
Foto: Jordan Strauss/Invision/dpa

Schauspieler Elliot Page, bekannt geworden durch Filme wie „Juno“ und „X-Men. Der letzte Widerstand“, outete sich Ende 2020 als trans Mann. Daraufhin schrieb der kanadische Schauspieler ein Buch über seine Hollywood-Karriere, Diskriminierung und Selbstfindung.


Bereits mit elf Jahren übernimmt Page seine erste Rolle in einer kanadischen Fernsehserie. Aber auch außerhalb von Filmsets hat er immer öfter das Gefühl, eine Rolle zu spielen, je älter er wird. Während er sich als Kind noch burschikos kleiden kann, wird der Druck, sich anzupassen als Teenager immer größer und auch mit seinem Körper kommt Page immer weniger zurecht.

Schließlich findet er heraus, dass er sich zu Frauen hingezogen fühlt. Schon diesen Teil von sich selbst zu akzeptieren und wegen Vorurteilen und Diskriminierung zunächst vor der Welt verstecken zu müssen, ist für den heute 36-jährigen kräftezehrend. Bis er auch zu seiner wahren geschlechtlichen Identität findet, vergehen Jahre – durchzogen von Selbsthass und Scham.

Elliot Page: Der lange Weg zur Selbstakzeptanz

Wie dieser langwierige Prozess der Selbstfindung bis zur Selbstakzeptanz ablief, beschreibt Page in seinem Memoire „Pageboy“. Die einzelnen Kapitel erzählen von Druck, Traumata und weiteren dunklen Seiten Hollywoods, aber auch von Community-Zusammenhalt, Mut und Resilienz.

Um zu verdeutlichen, dass er Queerness und seine Transition nicht als geradlinig wahrnimmt, hat Page das Buch nicht chronologisch aufgebaut. Dieses Hin- und Herspringen in der Zeit ist beim Lesen allerdings teilweise verwirrend. Davon abgesehen beweist der Schauspieler auch schriftstellerisches Talent und berührt durch seine Nahbarkeit und Ehrlichkeit. Den ersten Platz auf der New York Times Bestseller-Liste hat sich „Pageboy“ damit wirklich verdient.

Von Tom Schwichtenberg


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