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Minus 11 Prozent: Wie Instagram junge Leute verliert

Minus 11 Prozent: Wie Instagram junge Leute verliert
Foto: Unsplash/ Solen Feyissa

Instagram steckt in der Krise: Erlebt das soziale Netzwerk denselben Absturz wie Facebook in den vergangenen Jahren? Und welche Alternativen gibt es zu der Fotoplattform?


Mark Zuckerberg droht aktuell damit, Facebook und Instagram vom europäischen Markt zu nehmen. Grund dafür sind die strengen Datenschutzregeln und die Einschränkungen bei der Datenübermittlung, welche vom Europäischen Gerichtshof und der EU-Kommission verhängt wurden. Doch wie schlimm wäre ein Ende der beiden sozialen Netzwerke für junge Menschen wirklich?

Instagram verliert an Beliebtheit

In den vergangenen beiden Jahren sank die Instagram-Nutzung bei den Usern im Alter von 16 bis 19 Jahren in Deutschland von 91 auf 80 Prozent. Erlebt Instagram nun denselben Absturz wie Facebook in den vergangenen Jahren? In dem sozialen Netzwerk waren laut einer Studie von ARD und ZDF im Jahr 2020 in Deutschland lediglich noch 14 Prozent der Userinnen und User aktiv.

Ein Grund für junge Leute, Instagram zu verlassen: Die zum Meta-Konzern gehörende App stellt die Welt meist in einem perfekten Licht dar. Welche Konsequenzen diese verzerrte Darstellung haben kann, ist dem Unternehmen bewusst. Eine interne Untersuchung, welche das Wall Street Journal veröffentlichte, ergab: „Wir (Instagram) verschlimmern Körperwahrnehmungsprobleme bei drei von zehn Mädchen.“ Influencer und Influencerinnen vermarkten unrealistische Schönheitsideale und Produkte, um diese zu erreichen. Studien zufolge lassen sich mittlerweile jedoch immer weniger User hinters Licht führen, mehr als 60 Prozent zweifeln die Glaubhaftigkeit des Influencer-Marketings an. Demzufolge nimmt auch die Bereitschaft, die App zu nutzen, ab, um die Konfrontation mit permanenter Werbung zu vermeiden.

Instagram bald kostenpflichtig?

Bisher ist die Plattform komplett kostenfrei, da sie sich durch Werbung finanziert. Influencerinnen und Influencer hingegen finanzieren sich durch ihren Content, allerdings schwanken die Einnahmen von Beitrag zu Beitrag. Dies soll sich aber bald ändern: Accounts sollen Fans kostenpflichtige Abonnements anbieten können, um Einnahmen vorhersehbarer planen zu können. Dieses Verdienstmodell wird derzeit bereits in den USA getestet, wo nun zahlende User Zugang zu exklusiven Storys und Live-Sendungen haben. In Deutschland sind diese kostenpflichtigen Inhalte noch nicht geplant, aber nach einem erfolgreichen Testdurchlauf in den USA ist es möglich, dass das Modell ebenfalls eingeführt wird.

Welche Alternativen gibt es?

Wer auf Instagram und Facebook verzichten möchte, findet einige alternative Netzwerke. Gerade Teenager sind primär auf Tiktok unterwegs. Der Fokus liegt dort eher auf Kreativität, Unterhaltung und Comedy, viele bekannte Gesichter präsentieren sich auf der Plattform authentischer als auf Instagram. Das Konzept hinter der App besteht nach eigenen Angaben des Unternehmens aus vier Bausteinen: „Entertain Me“, „Participate“, „Uplift“ und „Discover“. In einer eigenen Studie behauptet Tiktok, dass rund 75 Prozent der Community „Entertain Me“ am stärksten nutzen, um zu lachen und ihre Stimmung zu heben. Allerdings steht auch Tiktok immer wieder in der Kritik – etwa für mangelnden Datenschutz, Zensur politischer Inhalte und gefährliche Challenges. Daher hatte die EU-Kommission die chinesische App bereits geprüft und vor ihrer Nutzung insbesondere bei Kindern und Jugendlichen gewarnt.

Inspirationsquelle Pinterest

Wer denkt, die Plattform Pinterest werde nur noch von Millennials und Bräuten zur Hochzeitsplanung genutzt, hat sich getäuscht. Denn mittlerweile zählt Pinterest zu den größten Online-Inspirationsquellen und dient für viele dem Austausch über Hobbys und Interessen. Besonders praktisch: Nutzerinnen und Nutzer können sich individuelle Pinnwände erstellen, um Beiträge festzuhalten. Die App zählt monatlich eine Nutzerschaft von rund 430 Millionen Menschen weltweit.

Fotos teilen via VSCO

Die ursprüngliche Idee hinter Instagram war, Fotos teilen und versenden zu können. Und da zu diesem Zeitpunkt die Handykameras noch eine deutlich schlechtere Qualität besaßen, konnte man Fotos in der App direkt bearbeiten. Eine alternative App, um Fotos teilen, bearbeiten oder auch einfach individuelle Erlebnisse für sich selbst festhalten zu können, ist VSCO. VSCO dient primär der Bildbearbeitung, kann aber auch als eine Art digitales Fotoalbum genutzt werden. Allerdings sind bestimmte Funktionen kostenpflichtig.

Von Marret Borchert


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Über den Autor/die Autorin:

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