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Mikroplastik: In der Kosmetik geht es auch ohne

Mikroplastik: In der Kosmetik geht es auch ohne
Foto: Pixabay (Symbolbild)

Die Supermärkte machen es vor: Viele große Ketten wollen in den nächsten Jahren die Plastiktüten komplett aus den Geschäften verbannen. Ein großer Gewinn für die Ozeane. Ignoriert werden, wie zum Beispiel die Kosmetikindustrie, die weiterhin fleißig Kunststoff in Produkten wie Peelings oder Duschgel verwendet.


Nicht wenige Kosmetikprodukte enthalten Mikroplastik. Das schadet nicht nur der Umwelt, sondern hat auch Folgen für unsere Gesundheit. Der Anteil an Mikroplastik aus der Kosmetikindustrie betrug im Jahr 2018 etwa 922 Tonnen in Deutschland, informiert der Naturschutzbund Deutschland (NABU). Laut der Deutschen Umwelthilfe (duh) werden jährlich insgesamt 10 Millionen Tonnen Plastikmüll in die Meere gespült, aus Deutschland waren es im Jahr 2016 alleine 220 Kilogramm Verpackungsmüll pro Kopf.

Mikroplastik lässt sich in der Kosmetikvermeiden

Als Mikroplastik gelten feste und unlösliche synthetische Polymere die kleiner als fünf Millimeter sind, erklärt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Diese mikroskopisch kleinen Kunststoffteilchen werden in der Kosmetik vor allem als Schleifmittel eingesetzt, wie zum Beispiel in Peelings oder in der Zahncreme.

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Mikroplastik kommt aber auch in Duschgels oder Cremes als Binde- und Füllmittel zum Einsatz. Einige wenige Kosmetikhersteller scheinen das Problem erkannt zu haben und bringen Kosmetik ohne Mikroplastik auf den Markt. Kosmetik ohne Mikroplastik herzustellen, ist also möglich.

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Alternativen zu Mikroplastik: Hohe Herstellungskosten

Der Grund dafür, dass sich in den Produkten, mit denen wir uns und unserem Körper etwas Gutes tun wollen, Plastik versteckt, ist ganz einfach: Der Einsatz von Mikroplastik ist günstiger, als auf Alternativen zu setzen. Eine direkte Gesundheitsschädigung durch den Einsatz von Mikroplastik ist bisher nicht nachgewiesen, doch die Schädigung der Umwelt ist immens und damit auch indirekt die des Menschen.

Mikroplastik vermeiden: Beim Kauf Inhaltsstoffe überprüfen

Wie kann ich aber erkennen, welche Hersteller kein Mikroplastik mehr verwenden? Am besten sollte man immer auf die Inhaltsstoffe in Kosmetika achten. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat eine Liste herausgegeben, die die häufigsten Kunststoffe in Kosmetika aufführt. Genannt werden zum Beispiel Polyethylen, Polyethylenterephthalat, Acrylates Copolymer, Nylon-12 und Polymethylmethacrylat. Außerdem findet sich auf der BUND-Website eine Liste mit Produkten, die Kunststoff enthalten und es gibt die Möglichkeit, diese Liste zu erweitern.

Mikroplastik? App zeigt Inhaltsstoffe

Gerade in der Kosmetik werden bei den Inhaltsstoffen der Produkte oft Abkürzungen wie PE,PET, PS benutzt. Für Kunststoff gibt es sehr viele Bezeichnungen, daher kann es schwierig sein, herauszulesen, ob in einem Produkt Plastik verwendet wurde. Allerdings hat das digitale Zeitalter schon eine Lösung für dieses Problem gefunden: eine App, die genau anzeigt, ob in einem Produkt Kunststoff verarbeitet wurde oder nicht. Die APP scannt den Barcode ein und gibt eine genaue Auflistung der Inhaltsstoffe und zeigt auf den ersten Blick, ob im Produkt Mikroplastik enthalten ist.

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Peelings lassen sich leicht selbst herstellen

Peelings enthalten besonders viel Mikroplastik, da die kleinen Plastikteilchen dafür sorgen, dass die abgestorbenen Hautschüppchen entfernt werden und die Haut dadurch weicher und rosiger ist. Für alle, die darauf verzichten möchten, hier ein Rezept für ein einfaches Peeling zum selber machen. Man benötigt nur 3 Zutaten: 5 Esslöffel Zucker, drei Esslöffel Olivenöl und etwas frischen Rosmarin. Alle Zutaten werden vermengt, bis eine dicke Paste entsteht und großzügig auf die Haut aufgetragen. Durch die körnige Struktur von Zucker werden Hautschüppchen zuverlässig abgetragen, das Olivenöl macht die Haut schön geschmeidig und der Rosmarin sorgt für einen betörenden Duft.

Von RND/hb

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