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Menschsein tut weh – Pink packt die trübe Erkenntnis auf ihrem neuen Album in eingängigen Pop

Menschsein tut weh – Pink packt die trübe Erkenntnis auf ihrem neuen Album in eingängigen Pop
Foto:  imago/APress

Pink singt vom Leben als Revolverkugel, vom Kampf mit dem Körper vom Mutter- und Tochtersein. Sie tut das zu ohrgängigen Rockern und Balladen. Manche nennen das „charakterlos“, den meisten gefällt’s. Im Juli kommt die Amerikanerin mit ihrem Album „Hurts 2B Human“ auf Deutschlandtour.


Die Neue von Pink ist raus, und Pink ist ganz die Alte. Keine Überraschungen, absolute Verlässlichkeit. Sie singt beispielsweise Sachen wie „Ich leb mein Leben wie die Kugel in der Pistole / ich geb dir all meine Liebe, bis meine Geduld vorbei ist.“ „Hustle“ heißt der Song, „Hurts 2B Human“ das zugehörige Album, ihr achtes, das am Freitag erschienen ist. Nächstes Wochenende wird es höchstwahrscheinlich die deutschen Charts anführen – außer die walisische Kollegin Marina (and the Diamonds) kommt der Amerikanerin in die Quere.

„Hurts 2B Human“ – Immer noch bringt PinkOhrwürmer in Serie

Das im Februar bei Ellen DeGeneres angekündigte „Hurts 2B Human“ ist – wie alle Alben der 39-jährigen Alecia Beth Moore – allerbeste Chartsmusik. Jeder Song geht gut ins Ohr, nach wie vor herrscht eine verblüffende Eingängigkeit der Melodien sowohl bei den(vielen) Balladen als auch bei den Abgehnummern. Die „Heilige aller Missverstandenen“ seit 2001 (der amerikanische „Rolling Stone“) singt in „Happy“ immer noch vom Unglück, mit sich selbst klarzukommen: „Seit ich 17 war / hasste ich meinen Körper / und es fühlt sich an, als hasste mein Körper mich / Kann mir irgendwer eine Pille erfinden / die mich von meiner Angst vor mir selbst befreit?“ Und sie schließt: „Vielleich hab ich nur Furcht davor, glücklich zu sein.“

Die „Financial Times“ nennt Pinks Songs „formelhaft“

Und in „Circle Game“ sieht sie sich selbst in den Augen ihrer Tochter und sehnt sich zurück in ihre eigene Kindheit, in die Zeit, als ihr Vater für sie da war. Ein Seufzer. Ein perfekter Seufzer. Ein Seufzer für die Hitparaden. Pink schreibt mit Sia, sie singt mit Soulmann Khalid und Countrysänger Chris Stapleton.

Die „Financial Times“ (FT) nennt Pinks Songs „formelhaft“. Mag sein, aber die Formel funktioniert gut. Sie nennt sie auch „charakterlos“. Da möchte man doch für Pink eintreten, auf die Themen hinweisen, die Leidenschaft, die Stimme.

Pink ist zurück. Schwebt über allem, wie das Video zum stampfenden „Walk Me Home“ (echt catchy, der Refrain!) zeigt und wie sie demnächst wieder bei ihren Deutschlandshows beweisen wird – Pinks Auftritte sind bekannt aks Mischung aus Rockkonzert und Zirkus. Dann werden Zehntausende diese Musik im Chor der Massen mitgrölen, was fast nirgends besser geht als bei Pink, und der Fisch, der in die FT vom Pink-Veröffentlichungstag eingewickelt war, wird längst gegessen, die Ausgabe der Zeitung längst vergessen sein.

Pink ist Pop. Na und?

Und wo lebt sie ihren Pop aus? Die deutschen Konzertdaten sind: 5. Und 6. Juli, Köln – RheinEnergie-Stadion; 8. Juli, Hamburg – Volksparkstadion; 10. Juli, Stuttgart – Mercedes-Benz-Arena; 12. Juli, Hannover – HDI-Arena; 14, Juli, Belin – Olympiastadion, 22. Juli, Frankfurt – Commerzbank-Arena; 26. Und 27. Juli, München – Olympiastadion; 9. August, Gelsenkirchen – Veltins-Arena.

Von Matthias Halbig / RND

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