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Madeleine Alizadeh: Wie aus der Modebloggerin eine Umweltaktivistin wurde

Madeleine Alizadeh: Wie aus der Modebloggerin eine Umweltaktivistin wurde
Foto: Instagram/Dariadaria, dariadaria-archiv.com

Die meisten Menschen kennen sie noch unter dem Pseudonym „dariadaria“. Doch den erfolgreichen Modeblog stampfte Madeleine Alizadeh ein. Ihre Geschichte von Fast-Fashion-Liebhaberin zur Greenfluencerin.


Sieben Jahre lang arbeitete Madeleine Alizadeh erfolgreich als Modebloggerin und baute sich ein eigenes Business auf – um es dann aus moralischen Gründen einzustampfen. Innerhalb von wenigen Jahren ist aus einer Bloggerin eine politische Aktivistin geworden.

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Von „dariadaria“ zu „a mindful mess“

2010 gründete die Österreicherin den Blog „dariadaria“. Sie teilte ihre Outfits, ihr Privatleben und alles, was sich in die Kategorie Mode und Lifestyle einordnen lässt, mit ihren Followern. Über 100.000 Menschen erreichte sie jeden Monat. Was ihre Botschaft war? „Blinder Konsum“ sagt Madeleine im Nachhinein. Doch das war nicht das, wofür die 30-Jährige stehen wollte. 2013 sah sie eine Doku über Bangladesch und ihr wurde klar: „Einerseits spreche ich mich für Umweltschutz und Menschenrechte aus, auf der anderen Seite kaufe ich Kleidung von Unternehmen, die gegen das alles verstoßen“, erklärte sie gegenüber Fit for Fun.

Ab diesem Moment wollte Madeleine ihre Reichweite positiv und sinnvoll nutzen. 2017 stellte sie ihren Blog komplett ein, krempelte ihren Kleiderschrank um und gründete den Podcast „a mindful mess“, in welchem sie über Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Persönlichkeitsentwicklung spricht. Statt über #ootd informiert sie nun über ethisch korrekte Geldanlagen, die Ukraine-Krise oder Textilmüll. Auf Instagram erreicht sie damit rund 257.000 Follower.

Madeleine: „Müssen das große Bild im Auge behalten“

Anfangs erklärte sie darin beispielsweise, wie man umweltfreundliches Waschmittel herstellen kann. Jedoch meinte sie nun zur Welt: „Es ist ein Fehler, auf individueller Ebene nach Lösungen zu suchen. Wir müssen das große Bild im Auge behalten.“ Die Wienerin sprach bereits vor dem Europäischen Parlament und hielt zwei Ted Talks.

Und was macht eine ehemalige Modebloggerin, die sich der Nachhaltigkeit widmet? Sie beschäftigt sich mit Fair Fashion. Heute designt sie für ihr Label „dariadéh“ Kleidungsstücke, die fair und nachhaltig produziert werden. Ihr Ziel? „Erschwingliche, zeitlose, qualitativ hochwertige und nachhaltige Mode für jeden Menschen.“

„Wenn ich meine Möglichkeiten als Influencerin nicht nutze, wer dann?“

Obwohl die Aktivistin ihr Leben komplett umgekrempelt hat, erwartet sie nicht dasselbe von anderen. Nicht jeder müsse alles perfekt machen, dass tue sie auch nicht. Ihr gehe es darum, dass viele etwas ein wenig anders machen und um Entscheidungen, die für wirkliche Veränderungen sorgen. Madeleine Alizadeh nutzt ihre Reichweite, um zu informieren, zu inspirieren und vor allem um etwas zu bewegen. Im Interview mit der IHK sagte sie: „Wenn ich meine Möglichkeiten als Influencerin nicht nutze, wer dann?“

Von Marie Bruschek

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