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Kommentar zu Luke Mockridge: Es mangelt an Empathie

Kommentar zu Luke Mockridge: Es mangelt an Empathie
Foto:  M. Kremer/Future Image

Luke Mockridge hat auf Instagram zum Vorwurf der versuchten Vergewaltigung Stellung genommen. Auf Twitter kocht die Diskussion weiter hoch. Ein Kommentar.


Nach einer langen Zeit des Schweigens hat sich Comedian Luke Mockridge nun erstmals persönlich zu den Vorwürfen geäußert, die seit Monaten im Netz kursieren. Seine Exfreundin bezichtigt ihn der versuchten Vergewaltigung, die Tat soll sich vor rund drei Jahren ereignet haben.

In einem Instagram-Video weist Mockridge die Vorwürfe zurück. Er erwähnt dabei auch, dass die Anschuldigung von der Staatsanwaltschaft geprüft worden und das Verfahren bereits vor einem Jahr beendet worden seien. Unter dem Instagram-Post äußern seine Fans und auch Promis wie Oliver Pocher und Yvonne Catterfeld ihre Unterstützung für den Comedian.

Twitter-User fordern Konsequenzen für Luke Mockridge

Auf Twitter sieht das ganz anders aus. Schon seit Bekanntwerden der Vorwürfe vor einigen Monaten wird unter dem Hashtag #KonsequenzenFuerLuke gefordert, dass der 32-Jährige sowie Sender wie Sat1 Stellung beziehen und sich verantworten sollen. Auf der Gegenseite unterstellen User der Exfreundin einen Racheakt.

Es ist erschreckend, wie sehr die Angelegenheit inzwischen wie ein Fußballspiel behandelt wird, in dem die „Fans“ des einen Lagers gegen das jeweils gegnerische „Team“ hetzen. Beide Seiten eint die befremdliche Überzeugung, genau zu wissen, was vor mehreren Jahren zwischen zwei Menschen vorgefallen ist, denen sie vermutlich noch nie begegnet sind.

Bei so einem schwerwiegenden Vorwurf darf keine Seite vorverurteilt werden. Es gilt die Unschuldsvermutung – und zwar für alle Beteiligten. Der Fall zeigt leider erneut, wie wenig Empathie Fans mutmaßlichen Vergewaltigungsopfern von Stars entgegenbringen. Das muss sich ändern. 2020 wurden rund 82.000 Sexualdelikte in Deutschland gemeldet, die Dunkelziffer dürfte aber deutlich höher liegen, da sich viele Opfer nicht trauen, das Verbrechen anzuzeigen.

Ines Anioli kommentiert Video in Instagram-Story

Ines Anioli – die mutmaßliche Exfreundin, auch wenn beide den Namen der anderen Person nicht explizit nennen – hat das Video von Luke Mockridge mittlerweile in ihrer Instagram-Story kommentiert. „Ich bin ungläubig und fassungslos, aber was ich bestimmt nicht mehr bin, ist still“, schreibt sie. Es ist also zu erwarten, dass sie noch ein ausführliches Statement dazu veröffentlichen wird.


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Über den Autor/die Autorin:

Jeffrey Ji-Peng Li

Jeffrey (21) studiert Medizin, obwohl er noch nie Grey‘s Anatomy geschaut hat. Trotzdem schreibt er gerne über Filme und Serien, aber auch über den Uni-Alltag und was ihn sonst beschäftigt.

1 Kommentar

  1. Avatar

    Hallo, ich möchte hier einmal zu Luke Mochridge ein Kommentar abgeben. Zur Zeit wird medial nur eine Seite der Geschichte befeuert und selbst der Spiegel bleibt der Rechtauffasung in Deutschland fern. Ich war einmal in der gleichen Situation und es stand Aussage gegen Aussage. Eine ehemalige Kollegin bezichtigte mich des sexuellen Missbrauchs und Übergriffes. Obwohl ich stets die Wahrheit äußerte und beteuerte, glaubte mir kaum jemand. Mir wurde geraten die Vorwürfe ernst zu nehmen. Keine Frau erfindet einfach so sexuelle Übergriffe. Ich stand mit dem Rücken zur Wand. Jedoch war die öffentliche Verurteilung längst in Gange. Nachdem ich merkte, dass die Wahrheit hier nicht weiter kommt, habe ich mich entschieden meine Wahrheit unwiederbringlich zu untermauern. Ich war damals noch nicht geoutet. Ja,ich bin schwul und habe meine Beziehung öffentlich gemacht. Das Resultat: auf einmal wurde mir geglaubt. Anschließend gab es mit der Beteiligten nochmals ein Gespräch und sie gab die Lüge zu. Ich habe daraus gelernt, dass die Öffentlichkeit die Wahrheit nicht erkennt. Aber viele haben Partei ergriffen und geurteilt. Meine Existens hat niemanden interessiert und nur meine war gefährdet.Das angebliche Opfer hatte keine Konsequenzen. Ich ließ dann auch von einer Klage ab und hoffe sie hat daraus gelernt. Aber ein Fazit bleibt: Sie war laut, machte alles öffentlich,gab sich als Opfer aus und zeigte beim ertappen ihrer Lügen wenig Reue.

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