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Kein Fake, aber ein Flop: „The Day Before“ legt katastrophalen Release hin

Kein Fake, aber ein Flop: „The Day Before“ legt katastrophalen Release hin
Foto: X/Fntastic

Lange wurde „The Day Before“ für ein Fake-Game gehalten. Seit dem Release vor Kurzem ist jedoch klar: Das Videospiel existiert wirklich – und sichert sich zweifellos den Titel für den größten Gaming-Flop des Jahres.


Bislang stritten die Videospiele „Gollum“ und „King Kong“ um den Titel des härtesten Gaming-Flops des Jahres 2023. Seit wenigen Tagen müssen sich beide Kandidaten jedoch einer weitaus größeren Enttäuschung geschlagen geben: „The Day Before“ wurde nach langer Wartezeit endlich veröffentlicht und legte den katastrophalsten Release des Jahres hin.

„The Day Before“ enttäuscht auf allen Ebenen

Vor Release des Survival-Games hielt die Community „The Day Before“ lange Zeit für einen Fake. Die Vermutungen dazu haben sich nicht bestätigt – das Spiel existiert und wurde am 7. Dezember in einer Early-Access-Fassung veröffentlicht. Anstatt jedoch die Stimmen der Kritiker und Zweifler verstummen zu lassen, enttäuschte das nun präsentierte Spiel maßlos – unter anderem deshalb, weil es kaum etwas mit dem zuvor angekündigten Survival-MMO-Shooter zu tun hat.

Technik, Inhalt und Gameplay des Titels entsprechen nicht dem, was den wartenden Fans zuvor in Trailern und Statements versprochen wurde. Das ist mittlerweile keine Seltenheit mehr, dennoch erwies sich die Kluft zwischen „so soll es werden“ und „so ist es“ als riesengroß.

Wer sich also dazu entschied, das Spiel zu kaufen, bekam technische Probleme, eine simple und sich immer wiederholende Gameplay-Struktur sowie eine leergefegte Spielwelt vorgesetzt. Als wäre das nicht genug, entspricht das Videospiel nicht einmal dem angegeben Genre: Obwohl der Titel nach wie vor als „Open-World-MMO“ bezeichnet wird, fehlen ihm sowohl eine gut durchdachte Open World als auch MMO-Elemente (MMO steht für Massively Multiplayer Online).

Survival-Game wird nicht mehr verkauft, Entwicklerstudio macht dicht

Es kam, wie es kommen musste: Die enttäuschte Fan-Community und die Fachpresse zerrissen das Videospiel in der Luft. Im Steam-Store wird die Bewertung des Spiels aktuell bei knapp 22.000 Rezensionen als „äußerst negativ“ angeben, in der Fachpresse vergab IGN beispielsweise die Wertung „1/10: unerträglich“.

Trotz aller Kritikpunkte befand sich das Spiel in einem Early-Access-Zustand – die letzte Hoffnung lag also bei den Entwicklern, die den Zustand des Titels nun über Patches hätten verbessern können. Das wird jedoch nicht passieren, denn nur wenige Tage nach Release der Early-Access-Version wurde der Verkauf des Spiels schon wieder gestoppt, während das Entwicklerstudio Fntastic die eigene Schließung ankündigte.

Im dazugehörigen Statement erklären die Entwickler, dass ihnen die Mittel zur weiteren Verbesserung des Spiels fehlen. Dennoch sollen die Server des Titels online bleiben, sodass alle Käuferinnen und Käufer nach wie vor Zugang zum Spiel haben. Zudem entschuldigt sich das Team dafür, den Erwartungen der Community nicht gerecht worden zu sein: „Spieleentwicklung ist ein unglaublich anspruchsvolles Unterfangen.“

Kurz nach dem Schließungs-Statement veröffentlichte das Entwicklerstudio eine weitere Information: Wer sich „The Day Before“ im Steam-Store gekauft hat, soll unabhängig von der bisherigen Spielzeit eine Rückerstattung anfordern können, um sein Geld wiederzubekommen.


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