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„How to Sell Drugs Online (Fast)“ Staffel 3: Chaos im Drogenimperium

„How to Sell Drugs Online (Fast)“ Staffel 3: Chaos im Drogenimperium
Foto:  Bernd Spauke/Netflix

Die dritte Staffel der Netflix-Serie „How to Sell Drugs Online (Fast)“ weitet die Handlung der vergangenen Staffeln aus. Es passiert wieder ziemlich viel auf einmal, doch die Serie macht noch immer Spaß, meint MADS-Autorin Annika.


Eigentlich wollte der Jugendliche Moritz Zimmermann (Maximilian Mundt) doch nur mit ein bisschen Ecstasy seine Ex-Freundin zurückbekommen – und jetzt ist er der internationale Drogenboss „M1000“. Die dritte Staffel der deutschen Netflix-Serie „How to Sell Drugs Online (Fast)“ führt Moritz‘ Spagat zwischen seinem Leben als unscheinbarer Schüler und seinen kriminellen Aktivitäten fort. Da ihn seine niederländischen Vorgesetzten des Drogenhandelsunternehmens „Goodtimes“ unter Druck setzen, steht der Neustart seiner Plattform „MyDrugs“ bevor. Ihm bleibt nicht viel Zeit, doch der Streit mit seinen Freunden Lenny und Dan macht ihm stärker zu schaffen als gedacht, sowohl privat als auch unternehmerisch. Und dann stehen auch noch die Abiprüfungen an.

„How to Sell Drugs Online (Fast)“: Das ist der Trailer

In gewohnt rasantem Tempo setzt die dritte Staffel die Handlung nahtlos fort. Der Fokus liegt dabei auf Moritz, der die Serie auch moderiert und aus dem Off kommentiert sowie während Szenen die vierte Wand durchbricht. Zudem gibt es einen zweiten Handlungsstrang um Moritz‘ Vater und dessen Kollegen bei der Polizei, der dem gesuchten „M1000“ auf der Spur ist. Weiter geht auch die Geschichte von Lennys Krankheit, wegen der er Geld für eine teure Behandlung in den USA braucht. Auch die in die Realität übergreifenden Einschübe werden fortgeführt – nach Fernsehbeiträgen oder Youtube-Einschüben mit realen Persönlichkeiten in vergangenen Staffeln gibt es in der neuen Staffel einen Gastauftritt von Gamer Erik Range, bekannt als „Gronkh“. Das ist ziemlich viel auf einmal, und wie in den vorigen Staffeln wächst das gesamte Business der Truppe langsam über den Kopf. Trotzdem sind alle Handlungen plausibel dargestellt, die Story wirkt nie zu abgedroschen.

Mögliche Fortsetzung für authentische Serie?

Schön an der Serie ist außerdem, dass die Figuren trotz großer Handlung authentisch wirken. Natürlich sind durchschnittliche Abiturienten nicht im Onlinedrogengeschäft tätig, doch die Art, wie Moritz und seine Freunde miteinander sprechen und interagieren, lässt sie nicht enorm viel älter wirken als die Rollen vorgeben.

Insgesamt wirkt die Serie für alle Charaktere nach den sechs neuen Folgen in ihrer Handlung eigentlich abgeschlossen, auch der Haken zu Moritz‘ Moderation zwischendrin ist geschlagen – wäre da nicht der finale Satz. Der erweckt den Eindruck, als käme noch mehr. Noch haben weder Netflix noch das deutsche Produktionsteam die Fortsetzung mit einer vierten Staffel bestätigt, doch die Möglichkeit besteht.

„Shiny_Flakes“: Netflix zeigt Hintergründe der Serie

Kurz nach den neuen Serienfolgen hat Netflix außerdem die Dokumentation „Shiny_Flakes: The Teenage Drug Lord“ veröffentlicht. Diese befasst sich mit dem 27-jährigen Maximilian Schmidt, dessen Clearnet-Drogenunternehmen das Vorbild für „How to Sell Drugs Online (Fast)“ war. In der Doku erzählt er seine Geschichte, außerdem wird alles durch nachgebaute Kulissen seines damaligen Kinderzimmers veranschaulicht. Zwar unterscheidet sich das Leben des echten jugendlichen Drogenbarons von dem von Moritz aus der Serie, doch der Vergleich lohnt allemal.


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Über den Autor/die Autorin:

Annika Eichstädt

Annika (23) macht ihren Master in Neuerer Deutscher Literaturwissenschaft. Das ist zwar brotlose Kunst, aber sie liest oder schreibt nun einmal den ganzen Tag. Bei MADS rezensiert sie am liebsten Musik oder Serien.

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