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Erstsemester: So gelingt der Start an der Uni

Erstsemester: So gelingt der Start an der Uni
Foto: Felix Kästle/dpa-tmn

Die Zeit nach dem Abitur vergeht wie im Flug – und ehe man sich versieht, stehen die Orientierungstage an der Hochschule an. Dann stehen angehende Studierende vor vielen Fragen. Doch der Uni-Einstieg ist gar nicht so schwierig.


Wer frisch an einer Fachhochschule oder Universität startet, ist erstmal mit vielen Unbekannten konfrontiert: Man ist in einer neuen Stadt, zieht womöglich in die erste eigene Wohnung und muss viel neuen Stoff lernen. Experten geben Ratschläge, wie Studierende mit Startschwierigkeiten am besten umgehen.

Wahl des Studienfachs nach eigenen Interessen richten

„Tu, wofür du brennst, geh nach deiner Neigung“, sagt Stefan Grobvom Deutschen Studentenwerk. „Selbst wenn es Ägyptologie in Marburg ist.“ Es bringe nichts, ein Studium aus der Erwartungshaltung anderer anzufangen – seien es die Eltern, Großeltern oder gesellschaftliche Zwänge. „Sonst stecken Sie in einem BWL-Studium fest, obwohl Sie eigentlich Slawistik machen wollten.“ Er rät zu einer Portion Grundoptimismus. Von Ängsten, etwa vor Arbeitslosigkeit, sollten sich angehende Studierende nicht leiten lassen. Wer sich bei der Wahl des Studiengangs dennoch unsicher ist, kann spezielle Orientierungsstudiengänge der Fachhochschulen und Universitäten nutzen.

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Bei Unzufriedenheit: Studiengang schnellstmöglich wechseln

Wer am gewählten Studiengang schon zu Beginn Zweifel hat, sollte Grob zufolge versuchen, innerhalb eines Semesters zu klären, was er wirklich will. „Man darf einmal scheitern, das ist keine Schande.“ Wer sich quält, sollte nicht länger als nötig bleiben. Auch Sorgen zur Studiendauer kann Stefan Grob ausräumen: „Wer die Regelstudienzeit überschreitet, dem fault keine Hand ab“. Es sei nicht schlimm, zwei Semester länger zu brauchen. „Wir sind schließlich alle Menschen.“

Disziplin und Selbstmanagement: Das A und O beim Lernen

Wer frisch von der Schule an die Uni oder Hochschule kommt, muss sein Lernen umstellen. Denn das Lernen an der Hochschule sei auf ein ganzes Semester angelegt und von wesentlich mehr Eigenmotivation getragen, erklärt Ronald Hoffmann von der Studienberatung der Uni Hamburg. So gilt es, eine Strategie zu finden, mit der neuen Freiheit an der Hochschule klarzukommen. „Wenn man die ganze Vorlesung über am Handy daddelt, wird kein Professor sagen: „Herr Meyer, legen Sie das Ding weg!“ Selbstmanagement ist daher ein erster Schritt zum Erfolg.

Stundenplan erstellen: Fortgeschrittene Studierende können helfen

Angehende Studierende müssen ihren Alltag ganz neu strukturieren und selbstständig klarkommen. Wer schon in der Schule Probleme beim Thema Selbstorganisation hatte, für den könne die erste Zeit an der Hochschule „ein kleiner Schock“ sein, sagt Catrin Grobbin. Sie arbeitet als Coach und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Psychologie der Universität Hamburg. „Irgendwann merkt man, dass man mit den Nachtschichten nicht mehr hinkommt.“ Am besten kümmern sich Neulinge, die zum Chaos neigen, schon frühzeitig um Hilfe.

Um den Stundenplan für das erste Semester zusammenzustellen, lohne es, sich an fortgeschrittene Studierende zu wenden. Die haben meist einen guten Überblick, wann und in welcher Reihenfolge Seminare und Vorlesungen zu belegen sind. „Und natürlich sollte man die Einführungs- und Orientierungsangebote nutzen“, legt Grobbin nahe.

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Als Ersti an der Universität: Kontakte helfen

Der Start an der Hochschule ist unübersichtlich. „Da sollte man sich nicht verrückt machen lassen“, rät Grobbin. Mit ein bisschen Neugier würden Erstis schnell mitbekommen, wie der Hase läuft. „Geh überall hin, wo es Infos gibt“, sagt Stefan Grob. Und: „Frage die Menschen Löcher in den Bauch“ – egal, ob es darum geht, wo ein Seminarraum ist oder was es in der Mensa zu essen gibt.

„Man darf auch Heimweh haben“, sagt Grob. Ein Studium bedeute schließlich Abnabelung. Damit beginne das Abstreifen der letzten Hüllen von zu Hause und gleichzeitig der Aufbau eines neuen Netzwerks. Und nirgends sei das so einfach wie an der Hochschule, da sind sich die Experten einig.

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Von RND/dpa/jo


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