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Doku über gefälschte Markenkleidung: Kontra K kritisiert den Konsum

Doku über gefälschte Markenkleidung: Kontra K kritisiert den Konsum
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Statussymbole spielen in der Rap-Szene eine wichtige Rolle. In einer Doku von „STRG_F“ äußert sich Rapper Kontra K dazu kritisch. Marken seien ein „überdimensionales Thema“.


Sie gehören zur Rap-Szene wie dicke Autos und teure Uhren: Luxusklamotten. Viele jüngere Menschen legen Wert auf die Marken ihrer Kleidung, um bei Gleichaltrigen gut anzukommen. Doch Gucci, Louis Vuitton und Co. sind für die meisten viel zu teuer, weshalb Imitate immer beliebter werden. Das Geschäft mit den Fälschungen wächst.

Das öffentlich-rechtliche Youtube-Format „STRG_F“ hat nun zu diesem Thema die Doku „Gucci & Rap: das Geschäft mit den Fake-Klamotten“ veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass fast die Hälfte der Rap-Hits, die in den vergangen fünf Jahren in Deutschland auf Platz eins landeten, Markennamen enthalten. Zudem wird deutlich, dass Markenklamotten für jüngere Generationen immer wichtiger werden. Inzwischen sorge die Generation, die nach 1995 geboren ist, für 13 Prozent des Gesamtumsatzes von Luxusartikeln.

„Du holst dir das als Fake, weil du dazugehören willst“

In der Doku kommen auch zwei Rapper zu Wort. So erzählt der 15-Jährige Lil Shrimp aus Berlin, dass er sich die oft gefälschten Luxusklamotten vor allem zum Präsentieren kaufe. Außerdem möchte er in der Szene dazugehören – und solche Outfits sorgten nun mal für Gesprächsstoff. „Du holst dir das als Fake, weil du auch dazugehören willst und das feierst“.

Überbewertet: Kontra K kritisiert den Konsum

Kontra K, der früher selbst viele Markenklamotten getragen hat, sieht das mittlerweile kritisch. Er ist der Meinung, dass er und die anderen Rapper „verkackt haben“. Für ihn sind Konsum und Marken ein „überdimensionales Thema“ und er selbst „Teil der Krankheit“ geworden. „Früher ging es darum, wie krass man war. Heute geht es darum, welche krassen Sachen du hast“, kritisiert Kontra K. Künstler wie er hätten eine Verantwortung gegenüber Jugendlichen. „Wir formen die nächste Generation, und wir wurden auch geformt. Und wir sind schon verkackt.“


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