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Der neue Herbst-Trend: Monochrom ist alles andere als eintönig

Der neue Herbst-Trend: Monochrom ist alles andere als eintönig
Foto: Brunello Cucinelli/dpa-tmn

Diesen Herbst und Winter sind in der Mode eintönige Outfits total im Trend. Ein Ton in Ton gehaltener Look ist aber alles andere als langweilig – denn gut gemacht, ist es wahnsinnig stilvoll. Hier kommen die besten Kombinationsmöglichkeiten und neuen Knall-Farben.


Starke Töne wie Apfelgrün, gebranntes Orange oder leuchtendes Pink liegen in dieser Modesaison im Trend. Da Kleidungsstücke in diesen Farben nichts weiter brauchen, um aufzufallen, als sich selbst, bleibt es genau dabei. Sie werden mit Kleidungsstücken in der gleichen Farbe kombiniert. Man spricht hierbei von monochromen Looks.

Gerade Schwarz ist eine beliebte Farbe für das monochrome Outfit, wie hier zu sehen bei Oui. Quelle: Oui/dpa-tmn

Gar nicht monoton: Der Monochrom-Trend

Das Adjektiv „monochrom“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet schlicht einfarbig. Die wohl bekannteste Stilikone, die gern monochrome Outfits zusammenstellte und trug, war die US-Präsidenten-Witwe Jackie Kennedy. Sogar ihr typischer Pillbox-Hut war im gleichen Ton gehalten.

„Auch wenn ein monochromes Outfit sehr auffallend wirkt, ist es im Prinzip ein Understatement-Thema“, findet Stilberaterin Andrea Dahms aus Wörrstadt (Rheinland-Pfalz). „Vor allem aber zeigt es, dass man mit Trends reflektiert umgeht.“ Und die Stylistin Valeriya Lichtaus Berlin ergänzt: „Wer sich in einer Farbe kleidet, wirkt schlanker und auch größer, weil monochrom streckt.“

Ein monochromes Outfit fällt auf, vor allem in strahlenden Farben wie bei diesem Beispiel von Airfield in Königsblau. Quelle: Airfield/dpa-tmn

Monochrom geht auch in Farbe

Gerade Schwarz ist eine beliebte Farbe für das monochrome Outfit – und „mittlerweile bereits zu einem Markenzeichen für Kreative geworden“, ergänzt Dahms. Ab Herbst 2019 kommen noch viele weitere Farben dazu. Man sieht zum Beispiel Hosenanzüge in strahlendem Royalblau, Rot oder Orange sowie Kleider und Stiefel in perfekt abgestimmtem Rosa.

Allerdings: Nicht alle dieser Knallfarben passen auch zu jeder Gelegenheit, findet Stylistin Licht. „Sie sind zwar angesagt, aber nicht im Berufsleben.“ Und die Stilberaterin Dahms betont, dass es immer abhängig sei vom Typ, ob eine Farbe jemanden wirklich stehe. „Daher sollte man Töne wählen, die zur eigenen Persönlichkeit genauso passen wie zum Hauttyp und den Haaren.“ Bei wem das mit leuchtenden Tönen nicht der Fall ist oder wer damit nicht so auffallen möchte, dem empfiehlt Mielke einen zarten Fliederton. Die Alternative dazu ist Pfirsich, Stilberaterin Dahms rät noch zu Beige.

Stilbrüche machen ein Outfit aufregend

Der Look baut sich aus mehreren Teilen in der exakt gleichen Farbe oder in verschiedenen Abstufungen davon auf. Imageberaterin Brünhild Mielke aus Zwickau rät zu letzterem, da der monochrome Look durch die Abstufungen besonders gekonnt wirke. „Darüber hinaus sollte man bei diesem Look auch mit unterschiedlichen Strukturen spielen: glatte Stoffe zu grobem Strick oder Leder zu Seide. Das gibt dem Outfit mehr Tiefe“, empfiehlt die Stylistin Licht.

Auch der bewusste Stilbruch innerhalb eines Outfits gibt dem monochromen Look etwas Spannendes. Das gelingt zum Beispiel durch die Kombination von einem edlen Oberteil mit einer Hose aus dem sportlichen Bereich. „Solche Stil- und Materialbrüche lockern den Monochrom-Look auf“, erklärt Licht.

Achtung Knallfarbe: Monochrome Outfits bauen sich aus mehreren Teilen in der gleichen Farbe oder in verschiedenen Abstufungen davon auf, wie hier bei Marc Cain. Quelle: Marc Cain/dpa-tmn

Accessoires können diese Rolle aber auch übernehmen. „Hier darf man dann ganz bewusst zu einer Kontrastfarbe greifen“, findet Mielke. „Ein gutes Beispiel dafür ist Schwarz, was sich toll mit Knallrot oder einer anderen leuchtenden Nuance kombinieren lässt.“ Es reicht aber oft schon ein schmaler Gürtel oder ein Schuh in der Kontrastfarbe – nichts Großes also, um dem monochromen Look den letzten Schliff zu verpassen.

Alle drei Stilberaterinnen raten übrigens dazu, sich mit der Farbwelt, die man tragen möchte, zu beschäftigen. „Nicht nur, weil die Farben die Persönlichkeit unterstreichen sollen, sondern auch, weil jeder Mensch mit bestimmten Farben auch ein Empfinden verbindet“, erklärt Mielke.


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RND/dpa


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