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„Daddio – Eine Nacht in New York“: Seltsame Dialoge, alte Klischees

„Daddio – Eine Nacht in New York“: Seltsame Dialoge, alte Klischees
Foto: Sony Pictures Classics via AP

Eine filmreife Taxifahrt bietet „Daddio – Eine Nacht in New York“ nicht, dafür eine Menge fragwürdiger Dialoge, meint MADS-Autorin Tara.


Eine Frau steigt nach ihrer Landung am Flughafen in New York in ein Taxi und findet sich schnell in einem Gespräch mit ihrem älteren Taxifahrer wieder. Was belanglos beginnt, driftet schnell zu einem Austausch über Liebe, Sex und Geschlechterrollen ab. Je länger die Taxifahrt, desto mehr Geheimnisse kommen ans Licht.

„Daddio“: Schauspielleistungen überzeugen – Handlung eher weniger

Das Drama „Daddio – Eine Nacht in New York“ (Kinostart 27. Juni) von Regisseurin Christy Hall spielt die gesamte Zeit über im Taxi. Fokus ist der Dialog zwischen der Frau (Dakota Johnson) und dem Taxifahrer (Sean Penn). Umso wichtiger, dass dieser auf ganzer Linie überzeugt. Leider ist das nicht der Fall. Auch wenn immer wieder neue Informationen über die Charaktere ans Licht kommen, sind diese doch eher vorhersehbar. Der Taxifahrer spricht viel darüber, warum Männer untreu sind und trifft viele sexistische Aussagen. Immerhin ist die Dynamik zwischen den beiden interessant, da sie aus zwei unterschiedlichen sozialen Schichten kommen, wodurch sich die Spannung im Film gut hält. Der minimalistische Spielfilm hätte jedoch als Kurzfilm besser funktioniert. 

Letztlich wird bis zum Ende aber nicht wirklich klar, was genau der Film vermitteln will. Das Gespräch bringt keine neuen Erkenntnisse über Beziehungen zwischen Mann und Frau. Es zeigte eher die Sichtweise eines alten Mannes, der versucht, eine junge verlorene Frau zu belehren. Die gute Musik und ausgezeichnete schauspielerische Leistung reichen dann auch nicht aus, um aus „Daddio – Eine Nacht in New York“ einen richtig guten Film zu machen.

Von Tara Yakar


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Über den Autor/die Autorin:

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