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“Betet für uns”: Videos zeigen Verwüstungen auf den Bahamas

“Betet für uns”: Videos zeigen Verwüstungen auf den Bahamas
Foto: Ramon Espinosa/AP/dpa

Abgedeckte Dächer, Sturmfluten, sieben Meter hohe Wellen: Mit voller Wucht erreichte „Dorian“ als Hurrikan der Kategorie 5 die Bahamas. Videos in sozialen Medien zeigen erschreckende Bilder.


Hurrikan „Dorian“ ist am Sonntagmittag mit voller Wucht im Norden der Bahamas bei Elbow Cay auf Land getroffen. Auf den nördlichen Inseln des Archipels rissen Windböen von mehr als 350 Kilometern pro Stunde Dächer weg, wirbelten Autos aufs Dach und knickten Strommasten um. In sozialen Medien posteten Nutzer zahlreiche Videos mit teils erschreckenden Aufnahmen.

Viele der Videos stammen von der Insel Abaco. Unweit von dort war das Zentrum des Sturms am Sonntag auf Land getroffen. In einem Video ist zu sehen, wie Wassermassen die Wohngebäude meterhoch umspült haben. Eine verzweifelte Frauenstimme ist zu hören: „Ich und mein Baby sind eingeschlossen. Bitte betet für uns! Bitte betet für Abaco!“

Lies auch: “Monster”-Hurrikan erschüttert Bahamas – Evakuierungen an US-Küste

Ein anderes Video von der Insel zeigt die massive Zerstörung von Häusern und Autos. Eine Frau erklärt, dass Menschen versuchen würden, sich in Sicherheit zu bringen.

Ein weiteres Video von der Insel, das am Sonntagnachmittag (Ortszeit) bei Twitter veröffentlicht wurde, zeigt die Zerstörungen in einem Wohnhaus – das Dach des Gebäudes ist komplett abgetragen.

Weitere Videos, offenbar aufgenommen vor dem Höhepunkt des Hurrikan, zeigen heftige Regenfälle, die über die Insel peitschen, und Bäume, die sich im Sturm biegen.

Das Ausmaß der Schäden auf Abaco könne wegen des sich nur langsam bewegenden Sturms frühestens am Montagnachmittag festgestellt werden, sagte Joy Jibrilu, die Generaldirektorin des Tourismusministeriums, dem US-Sender CBS in einem Telefonat. Viele der Einwohner hätten die bereitgestellten Notunterkünfte aufgesucht.

„Ich glaube, niemand hat mit einem Hurrikan von solcher Intensität gerechnet“, sagte Jibrilu. Die weiter südlich gelegenen Inseln des Archipels sowie die Hauptstadt Nassau waren Jibrilu zufolge nicht vom Hurrikan betroffen. Dort funktioniere das öffentliche Leben normal.

RND/seb/dpa


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