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Auslandsaufenthalt ohne klassischen Schüleraustausch: Diese Alternativen gibt es

Auslandsaufenthalt ohne klassischen Schüleraustausch: Diese Alternativen gibt es
Foto: Unsplash/Simon Maage

Wer noch zur Schule geht und trotzdem die Welt bereisen will, hat ohne Schüleraustausch schlechte Chancen – zumindest kann es so wirken. MADS-Autorin Emma zeigt, dass es auch anders geht, und präsentiert vier Alternativen, um dem Fernweh ein Stück entgegenzukommen.


Ins Ausland mit Erasmus+

Erasmus+ ist ein von der EU ins Leben gerufenes Programm, das primär jungen Menschen ermöglichen soll, das EU-Ausland zu erkunden und den Austausch in verschiedenen Bereichen wie Bildung und Kultur zu fördern. Das Programm kommt den meisten Menschen wahrscheinlich durch Studierende bekannt vor, die darüber einen Auslandsaufenthalt im Studium absolvieren können.

Foto: Unsplash/Dom Fou

Erasmus wird allerdings nicht nur für Studierende und Auszubildende angeboten – es ist auch an Schulen vertreten. Mithilfe des Programms können Schülerinnen und Schüler alleine oder als Gruppen zwei bis 30 Tage an einer Gastschule im europäischen Ausland verbringen, um neue Kulturen, Sprachen und Menschen kennenzulernen. Wer Interesse hat, muss einen Antrag über die Schule stellen. Erhält man einen Programmplatz, deckt dieser die Reise- und Lebensunterhaltungskosten, sodass möglichst viele junge Menschen die Möglichkeit haben, das Programm auch ohne viel Geld zu beanspruchen. 

Stipendien: Zum Schüleraustausch in die USA

Stipendien bieten ebenfalls die Möglichkeit einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen und zu finanzieren. Für einen Schüleraustausch in den USA sind Aufenthalte von zwei Wochen bis zu einem Jahr möglich. Wer sich für einen kurzen Austausch interessiert, sollte einen Blick auf ein Stipendienprogramm werfen, welches von der US-Botschaft und fünf weiteren Organisationen arrangiert wird. Für den zweiwöchigen Kurzaustausch „USA for you“ können sich Jugendliche bewerben, die den ersten oder mittleren Realschulabschluss anstreben.

@yfudeutschland

Austauschschülerin Annabell berichtet euch von ihrer Erfahrung als PPP Stipendiatin in den USA 🇺🇸 Habt ihr noch Fragen? #yfudeutschland #ppp #stipendium #parlamentarischespatenschaftsprogramm #usa

♬ Originalton – yfudeutschland

Für einen einjährigen Austausch bietet der Bundestag die Möglichkeit, als Junior-Botschafterin oder -Botschafter mit dem Parlamentarischen Partnerschaftsprogramm (PPP) in die USA zu reisen. Dieser Aufenthalt soll einen politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Austausch zwischen den amerikanischen und deutschen Partnern ermöglichen. Dabei bekommt jeder Stipendiat einen Bundestagsabgeordneten zugewiesen, der in dieser Zeit für seinen Paten oder seine Patin zuständig ist. Gemeinsam nehmen diese beispielsweise an politischen Veranstaltungen teil. Auch in diesem Fall deckt das Stipendium alle Reise-, Unterhaltungs- und Versicherungskosten. Schülerinnen und Schüler sowie junge Berufstätige können ihre Bewerbung circa ein Jahr im Voraus einreichen. Jedes Jahr wird dieser Austausch rund 300 jungen Menschen ermöglicht.

Volunteering statt Schüleraustausch

Darüber hinaus besteht in den Schulferien die Gelegenheit, sich an Freiwilligenarbeit oder Volunteering-Programmen zu beteiligen. In einigen Programmen ist das schon ab einem Alter von 16 Jahren möglich, und gibt es seriöse Anbieter, die kostengünstige Angebote vermitteln.

Foto: Unsplash/ray sangga kusuma

Bei einigen kostengünstigen Angeboten ist dennoch Vorsicht geboten, denn nicht immer plant eine Organisation das Angebot. Das bedeutet, dass weitere Kosten wie Flüge oder Mobilität selbst geplant und gezahlt werden müssen. Der Mehraufwand ändert aber nichts am eigentlichen Ziel: Erfahrungen in einem Land zu sammeln, das etwas weiter von zu Hause entfernt ist, und dabei für Menschen, Tiere oder Umwelt Gutes tun.

Lokale Vernetzung

Neben Stipendien und Schüleraustauschprogrammen kann auch ehrenamtliches Engagement einen Austausch ermöglichen. Beispielsweise bieten zahlreiche (Sport-)Vereine Freizeitfahrten an, die man als Betreuer oder Betreuerin begleiten kann. Feriencamps – auch außerhalb von Deutschland – werden durch die Juleica (Jugendleiter-Card) angeboten. Die Juleica umfasst eine Ausbildung zum bundesweit anerkannten Jugendleiter und kann sowohl an Schulen als auch als Privatperson erworben werden. Neben vielen Projekten, bei denen man auch den sozialen und kulturellen Austausch vor der Haustür erleben kann, ermöglicht es die Juleica, Jugendfreizeiten vergünstigt zu betreuen. Hierbei ist jedoch wichtig, dass es bei ehrenamtlicher Arbeit in erster Linie um das Interesse geht, sich vor allem lokal sozial zu engagieren. 

Zusage erhalten: Wie geht es an der Schule weiter?

Und wie geht es weiter? Muss ich nach einer Zusage einfach nicht mehr zum Unterricht gehen? Wegen der gesetzlichen Schulpflicht ist es nicht einfach so möglich, eine andere Schule im Ausland zu besuchen. Stattdessen muss die Schule mittels eines Antrags und Elterngesprächs im Idealfall schon ein Jahr im Voraus über die Abwesenheit des Schülers oder der Schülerin informiert werden – und diese auch genehmigen, denn auch die schulischen Leistungen sind ausschlaggebend, wie über den gestellten Antrag entschieden wird. In den meisten Fällen reicht ein gutes Zeugnis aber aus, um ins Ausland gehen zu können, ohne bei der Rückkehr eine Klasse wiederholen zu müssen.

Von Emma Leni Utgenannt


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Über den Autor/die Autorin:

MADS-Team

Unter diesem Namen sammeln wir Beiträge von Gastautorinnen und -autoren, Autorenkollektiven oder freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei MADS. Die Namen des jeweiligen Autors oder der jeweiligen Autorin stehen unter dem einzelnen Beitrag.

1 Kommentar

  1. Indre Bermann

    Es gibt noch eine Möglichkeit, die relativ unbekannt ist und das sind Austauschprogramme für Mitarbeiterkinder einzelner Unternehmen. Dazu am besten mal den Arbeitgeber der Eltern fragen, wenn dieser entsprechend groß und international aufgestellt ist.

    Antworten

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